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International 16.01.2026, 17:43 Aktualisiert: 16.01.2026, 20:03

Trump droht im Grönland-Streit mit Zöllen – Bundeswehr prüft Übungen in der Arktis

US-Präsident Donald Trump drohte Ländern, die seine Übernahmepläne für Grönland ablehnen, mit neuen Zöllen und begründet den Anspruch mit US-Sicherheitsinteressen.

Wichtige Fakten

  • US-Präsident Donald Trump drohte Ländern, die seine Übernahmepläne für Grönland ablehnen, mit neuen Zöllen und begründet den Anspruch mit US-Sicherheitsinteressen.
  • Dänemark, Grönland (Nuuk) und europäische Verbündete weisen eine US-Übernahme der Arktisinsel kategorisch zurück; der Konflikt belastet das NATO-Bündnis.
  • Eine von Dänemark geführte militärische Erkundungsmission mehrerer NATO-Staaten hat begonnen; auch ein 15-köpfiges Erkundungsteam der Bundeswehr ist in Nuuk eingetroffen.
  • Die Bundeswehr prüft laut Verteidigungsministerium Bedingungen für mögliche gemeinsame Übungen, u.a. mit P-8-Seefernaufklärern; auch Fregatten zur Seeraumüberwachung sowie theoretisch Eurofighter-Verlegungen werden genannt.
  • Ein Krisentreffen der Außenminister Dänemarks und Grönlands mit US-Vizepräsident JD Vance und US-Außenminister Marco Rubio in Washington blieb ergebnislos; in Dänemark und Grönland sind am Samstag größere Proteste angekündigt.
US-Präsident Donald Trump verschärft den Streit um Grönland und droht Staaten, die seine Übernahmepläne ablehnen, mit neuen Zöllen. Er bekräftigte im Weißen Haus, die USA bräuchten die zu Dänemark gehörende Arktisinsel für die nationale Sicherheit; militärische Gewalt schloss er erneut nicht aus. Kopenhagen, Nuuk und ihre europäischen Partner weisen die Ansprüche zurück. Parallel hat eine von Dänemark geführte militärische Erkundungsmission mehrerer NATO-Staaten in Grönland begonnen. Auch ein 15-köpfiges Team der Bundeswehr ist in Nuuk angekommen, um Voraussetzungen für gemeinsame Übungen zu prüfen – etwa mit P-8-Seefernaufklärern; auch Marineeinsätze zur Seeraumüberwachung werden erwogen. Im Bundestag rief Verteidigungsminister Boris Pistorius zu einer stärkeren europäischen Verteidigungsfähigkeit auf. Ein jüngstes Krisentreffen in Washington blieb ohne Ergebnis; für Samstag sind Proteste angekündigt.

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