Trump sagt Stationierung von Tomahawk-Raketen in Deutschland ab
Wichtige Fakten
- • Trump sagt geplante Tomahawk-Stationierung in Deutschland ab.
- • Tomahawk-Marschflugkörper haben eine Reichweite von 2.500 km.
- • Experten sehen Lücke in der Abschreckung gegen Russland.
- • Europa will bis 2030 eigene Mittelstreckenraketen (ELSA) entwickeln.
- • Deutschland besitzt derzeit keine vergleichbaren Raketensysteme.
US-Entscheidung schwächt NATO-Abschreckung
Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat nicht nur den Abzug von rund 5.000 Soldaten aus Deutschland angeordnet, sondern auch die geplante vorübergehende Stationierung von Tomahawk-Marschflugkörpern abgesagt. Dies berichten US-Medien übereinstimmend. Die Marschflugkörper mit einer Reichweite von bis zu 2.500 Kilometern sollten 2026 in Deutschland stationiert werden, um Russland abzuschrecken. Experten bewerten diesen Schritt als dramatischer als den Truppenabzug, da Deutschland damit eine wichtige Fähigkeit zur Abschreckung fehlt.
Reaktionen in Deutschland
Verteidigungsexperten wie Nico Lange und Christian Mölling kritisieren die Entscheidung scharf. Die Lücke in der Abschreckung könne europäischen Angaben zufolge erst mit dem ELSA-Projekt zwischen 2030 und 2032 geschlossen werden. Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Siemtje Möller fordert, die Lücke durch Kooperation mit der Ukraine zu überbrücken. Unionspolitiker Thomas Erndl verlangt mehr Tempo bei der Stärkung der Bundeswehr.
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