Trumps Kehrtwende: Saudi-Arabien verweigert Basis für Geleitschutzmission
Wichtige Fakten
- • Saudi-Arabien verweigerte US-Nutzung von Stützpunkten und Luftraum für Project Freedom.
- • Nach erneuten Telefonaten stimmte Saudi-Arabien der Wiederaufnahme der Operation zu.
- • LNG-Tanker passierten fünfmal die Straße von Hormus seit 22. April mit ausgeschalteten Sendern.
- • Israel-tötete Hisbollah-Kommandeur Ahmed Ghalib Balut bei erstem Luftangriff auf Beirut seit einem Monat.
- • UN: rund 1.500 Schiffe und 20.000 Besatzungsmitglieder im Golf blockiert.
Diplomatie und Drohungen im US-Iran-Konflikt
US-Präsident Donald Trump zeigt sich weiter optimistisch bezüglich eines Abkommens mit Iran und spricht von „sehr guten Gesprächen“ der letzten 24 Stunden, bei denen Iran laut Trump der Aufgabe von Atomwaffen zugestimmt habe. Jedoch dämpfen iranische Offizielle die Erwartungen: Ein Sprecher des Außenministeriums bestätigte lediglich die Prüfung des US-Vorschlags, während der Parlamentssprecher Ebrahim Resaei das Angebot als bloße „Wunschliste“ zurückwies. Gleichzeitig drohte Trump erneut mit massiven Bombardements, sollte Iran nicht einlenken, und bekräftigte die US-Seeblockade, bei der zuletzt ein iranischer Tanker beschossen wurde.
Project Freedom: Basenstreit und Neustart
Die US-geführte Geleitschutzmission „Project Freedom“ zur Befreiung festsitzender Schiffe in der Straße von Hormus wurde nach nur einem Tag gestoppt. Grund war laut übereinstimmenden Medienberichten die Verweigerung Saudi-Arabiens, dem US-Militär Stützpunkte und Luftraum zu gewähren – ausgelöst durch Kritik an US-Kampagnenplanung und der Befürchtung einer Eskalation mit Iran. Für Eklat sorgte das Wall Street Journal: Nach einem Telefonat zwischen Trump und dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman wurden die Beschränkungen wieder aufgehoben, sodass die Mission laut Pentagon bereits in dieser Woche fortgesetzt werden soll
Region unter Druck: Israel, Hisbollah und humanitäre Lage
Die Kämpfe in Nahost gehen trotz diplomatischer Bemühungen weiter. Israel bekräftigte die Tötung eines Hisbollah-Kommandeurs bei einem Angriff auf Beirut. Rund 1.500 Schiffe mit etwa 20.000 Besatzungsmitgliedern sitzen in der Straße von Hormus fest. Iran blockiert die Durchfahrt von Öl- und Gastankern als Vergeltungsmaßnahme. Indes berichtet die Washington Post über bislang unbekannte Schäden an US-Militäranlagen im Nahen Osten durch iranische Angriffe: Satellitenbilder zeigen mindestens 228 zerstörte US-Einrichtungen. Saudi-Arabien und die VAE äußern Zweifel an der US-Strategie und beklagen existenzielle wirtschaftliche Schäden durch anhaltende Angriffe
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