Trump stoppt Clayton-Bestätigung: Auswirkungen auf US-Geheimdienste und FISA
Wichtige Fakten
- • Trump untersagte Jay Clayton die Teilnahme an der Anhörung zum Geheimdienstchef.
- • Senator Tom Cotton nannte die Anordnung bedauerlich.
- • Claytons Bestätigung wurde verschoben, um Bill Pulte im Amt zu halten.
- • Trump forderte Verknüpfung von FISA-Verlängerung mit dem Save America Act.
- • Teile von beiden Parteien kritisierten Pultes mangelnde Geheimdiensterfahrung.
Trumps Entscheidung stoppt Clayton-Anhörung
Präsident Donald Trump hat die Senatsanhörung zur Bestätigung von Jay Clayton als Direktor der nationalen Geheimdienste (DNI) kurzfristig gestoppt. Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses, Tom Cotton, teilte mit, dass Trump Clayton angewiesen habe, nicht zu erscheinen. Cotton bezeichnete dies als „bedauerlich" – eine seltene öffentliche Kritik am Präsidenten. Trump will damit seinen umstrittenen geschäftsführenden DNI Bill Pulte im Amt halten, dessen Nominierung parteiübergreifend auf Ablehnung stößt. Pulte, bislang Chef der Bundeshypothekenbehörde, wird fehlende Erfahrung im Geheimdienst vorgeworfen.
Auseinandersetzung um FISA
Im Zentrum des Konflikts steht die Verlängerung von Section 702 des Foreign Intelligence Surveillance Act (FISA), die am Vortag ausgelaufen war. Nationale Sicherheitsexperten beider Parteien bezeichnen das Programm zur Überwachung Ausländischer Zielpersonen als unverzichtbar. Trump verknüpft eine FISA-Verlängerung jedoch mit der Verabschiedung des „Save America Act", der strengere Wahlgesetze vorsieht. Demokraten und Bürgerrechtler warnen vor einer Einschränkung des Wahlrechts.
Politische Folgen
Der republikanische Senator Thom Tillis warnte, dass Trumps Einmischung die FISA-Erneuerung gefährden könnte. Während über den weiteren Zeitplan für Claytons Anhörung unklar ist, könnte Pulte mindestens mehrere Wochen die 18 US-Geheimdienste führen. Bereits zuvor war Trumps erste DNI-Wahl Tulsi Gabbard zurückgetreten. Der Konflikt offenbart zunehmende Spannungen zwischen Trump und Teilen seiner Partei, die Sorgen um die Sicherheitsarchitektur des Landes haben.
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