Trumps Brückendiplomatie: Kanada lenkt nach Zoll-Drohung ein
Wichtige Fakten
- • Brücke verbindet Detroit und Windsor, Kosten 4,5 Mrd. US-Dollar.
- • Kanada zahlte Bau komplett, willigt nun in geteilte Einnahmen ein.
- • Trump verlangte Miteigentum und drohte mit Blockade.
- • Carney unter Kritik wegen vermeintlicher Zugeständnisse.
- • Wirtschaft: Täglich Güter über 700 Mio. US-Dollar über Grenze.
Streit um Grenzbrücke: Kanada gibt unter Trump-Druck nach
Die Eröffnung der Gordie-Howe-Brücke zwischen Detroit und Windsor verzögert sich erneut. Grund ist ein Streit über Eigentums- und Einnahmerechte zwischen Kanada und den USA. Die diplomatische Verstimmung erreichte ihren Höhepunkt, als die kanadische Seite US-Vertreter für die Eröffnungsfeier auslud.
Milliardenprojekt und neue Bedingungen
Die Brücke, die 2015 begonnen und 2025 fertiggesellt werden sollte, verbindet zwei Automobil-Hochburgen. Ursprünglich hatte Kanada die gesamten Baukosten von 4,5 Mrd. US-Dollar übernommen und sollte dafür die Maut einnehmen. US-Präsident Donald Trump verlangte nun jedoch „zumindest die Hälfte“ des Eigentums. Unter dem Druck aktueller US-Zollandrohungen (50 Prozent auf kanadische Stahlimporte) lenkte Kanadas Premierminister Mark Carney ein.
Kritik und Spaltung in Kanada
Obwohl Ontario-Premier Doug Ford den Deal als „exzellent“ lobt, wird Carney von der Opposition vorgeworfen, aus einer Position der Schwäche zu verhandeln. Der konservative Abgeordnete Shuvaloy Majumdar bemängelt, Ottawa gebe Zugeständnisse wie die Streichung der Digitalsteuer. Kanadas Provinzen sind gespalten: Während Ford Trumps „Mobbing“ anprangert und mit Exportstopps bei Energie droht, warnen Alberta und Saskatchewan vor einer Eskalation. Experten wie Colin Robertson kritisieren die US-Taktik als „arivistisch“: „Man bricht Abmachungen und hält sich nicht an Verträge“.
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