Tunesien: Bootsunglück fordert mehrere Todesopfer
Wichtige Fakten
- • Elf Leichen nach Bootsunglück geborgen.
- • Ein Überlebender, drei Vermisste.
- • Opfer waren tunesische Migranten, vermutlich Ziel Italien.
- • Demonstranten in Ben Guerdane forderten schnellere Suche.
- • Mittelmeer ist tödlichste Migrationsroute laut IOM.
Ein Überlebender, elf Tote bei Bootsunglück
Bei dem Bootsunglück vor der tunesischen Küste ist die Zahl der Todesopfer weiter gestiegen. Nach Angaben der Küstenwache wurden mittlerweile elf Leichen geborgen, drei Personen werden noch vermisst. Es gibt nur einen Überlebenden, teilten die Behörden mit. Das Boot war am 22. August gekentert, an Bord befanden sich mindestens 15 Menschen, darunter Minderjährige und Mitglieder einer Familie.
Suche und Proteste in Ben Guerdane
Rettungsteams von Küstenwache, Militär und Zivilschutz suchten mit Unterstützung von zwei Hubschraubern nach den Vermissten. In der Stadt Ben Guerdane, aus der die Migranten stammten, protestierten Dutzende Menschen für eine schnellere Suchaktion. Die Polizei setzte Berichten zufolge Tränengas ein, um die Demonstranten zu zerstreuen.
Mittelmeer als tödlichste Route
Die Internationale Organisation für Migration (IOM) bezeichnet das zentrale Mittelmeer als die tödlichste Migrationsroute der Welt. In den ersten vier Monaten des Jahres 2026 hat sich die Zahl der Todesfälle im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt. Mindestens 914 Migranten sind auf dieser Route ums Leben gekommen oder werden vermisst.
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