UK-Inflation bleibt im Mai bei 2,8% – niedrigere Lebensmittelpreise gleichen höhere Transportkosten aus
Wichtige Fakten
- • Inflationsrate blieb im Mai bei 2,8% (erwartet: 3%).
- • Lebensmittelinflation fiel auf 17-Monats-Tief von 2,2%.
- • Transportkosten stiegen mit 6,8% am stärksten.
- • Friedensabkommen USA-Iran senkt Ölpreise unter 80 Dollar.
- • Bank of England lässt Leitzins voraussichtlich bei 3,75%.
Die Inflation in Großbritannien blieb im Mai 2026 unerwartet bei 2,8%, wie das Office for National Statistics mitteilte. Experten hatten einen Anstieg auf 3% prognostiziert. Ausschlaggebend für die stabile Rate waren sinkende Lebensmittelpreise, die die stark gestiegenen Transportkosten ausglichen.
Während Transportkosten mit 6,8% den höchsten Anstieg verzeichneten – vor allem durch höhere Benzinpreise (+24,6% im Jahresvergleich) – fiel die Teuerung bei Lebensmitteln auf ein 17-Monats-Tief von 2,2%. Fleisch-, Milch- und Gemüsepreise stiegen langsamer. Der Friedensvertrag zwischen den USA und dem Iran senkte die Ölpreise unter 80 Dollar je Barrel und dürfte laut Analysten weiteren Inflationsdruck mindern.
Einige Volkswirte warnen, dass die Auswirkungen des Nahostkonflikts noch Monate nachwirken könnten, etwa bei Düngemitteln. Der britische Einzelhandelsverband BRC erwartet jedoch eine Beruhigung. Die Bank of England wird ihren Leitzins voraussichtlich bei 3,75% belassen, eine Zinssenkung später im Jahr wird nicht ausgeschlossen.
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