UK untersucht TikTok wegen mangelndem Jugendschutz
Wichtige Fakten
- • Ofcom untersucht TikToks Altersverifikation auf Wirksamkeit.
- • TikTok nutzt 'Age Inference', um Alter auf Basis von Nutzung zu schätzen.
- • Harmlose Inhalte wie Essstörungen oder Selbstverletzung könnten Kinder erreichen.
- • Bei Verstößen drohen TikTok Bußgelder bis zu 18 Mio. Pfund oder 10% Umsatz.
- • Auch andere Plattformen wie Dating-Apps stehen unter verstärkter Beobachtung.
Ermittlungen wegen unzureichendem Kinderschutz
Die britische Medienregulierungsbehörde Ofcom hat eine Untersuchung gegen TikTok eingeleitet, um zu prüfen, ob das Unternehmen ausreichende Maßnahmen zum Schutz von Kindern ergriffen hat. Im Fokus steht die sogenannte Altersschätzung (Age Inference), bei der das Alter der Nutzer anhand ihres Verhaltens auf der Plattform geschätzt wird. Ofcom hat ernste Zweifel, ob diese Methode effektiv genug ist, um Kinder vor schädlichen Inhalten zu schützen. Laut der Behörde hat TikTok möglicherweise gegen den Online Safety Act verstoßen, der seit Juli 2025 in Kraft ist. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 18 Millionen Pfund oder 10% des weltweiten Umsatzes.
Kritik an Branchenlösungen und politische Pläne
TikTok betont, dass man die gesetzlichen Anforderungen erfülle und modernste Technologien einsetze. Allerdings befürchtet Ofcom, dass Kinder durch unzureichende Alterskontrollen Zugang zu Inhalten über Essstörungen, Selbstverletzung oder Suizid erhalten. Die Untersuchung ist Teil einer umfassenderen Initiative, auch andere Plattformen stärker zu regulieren. Die britische Regierung plant zudem ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige, was die Bedeutung wirksamer Altersverifikation noch erhöht. Ofcom fordert Plattformen, die auf Altersschätzung setzen, auf, auf höherwertige Methoden wie Gesichts-Scans umzusteigen.
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