Massive russische Luftangriffe auf Ukraine: Westliche Städte erstmals tagsüber schwer getroffen
Wichtige Fakten
- • Mindestens fünf Zivilisten bei nächtlichen Angriffen getötet, weitere Opfer tagsüber.
- • Russland setzte über 390 Drohnen und 34 Raketen in der Nacht ein, tagsüber über 400 Drohnen.
- • Erstmals massive Tagesangriffe mit Schäden an UNESCO-Welterbestätten in Lwiw und Iwano-Frankiwsk.
- • Moldau meldet Schäden an Stromverbindung nach Europa durch russische Angriffe.
- • US-ukrainische Friedensgespräche in Florida ohne Durchbruch, Ukraine fordert mehr Luftabwehr.
Massive nächtliche und erstmalige Tagesangriffe
Russland hat in der Nacht auf Dienstag einen massiven Luftangriff auf die Ukraine gestartet, bei dem mindestens fünf Zivilisten getötet und Dutzende verletzt wurden, darunter auch Kinder. Präsident Wolodymyr Selenskyj gab an, dass Russland mehr als 390 Angriffsdrohnen und 34 Raketen verschiedener Typen – darunter ballistische und Marschflugkörper sowie Gleitbomben – eingesetzt habe. Die Angriffe trafen elf Regionen und waren die schwersten seit zehn Tagen. Tagsüber folgten ungewöhnlich massive Angriffe mit über 400 Drohnen, die laut ukrainischem Luftwaffensprecher Jurij Ignat „eines der größten Angriffe innerhalb von 24 Stunden“ darstellten und erstmals in diesem Ausmaß am helllichten Tag stattfanden.
Schäden in westlichen Städten und an UNESCO-Stätten
Die Angriffe verursachten Schäden in elf Regionen, wobei neben Ost- und Südukraine erstmals westliche Städte schwer getroffen wurden. In Lwiw wurde die zum UNESCO-Welterbe gehörende St.-Andreas-Kirche aus dem 17. Jahrhundert beschädigt, 22 Menschen wurden verletzt. In Iwano-Frankiwsk kamen zwei Menschen ums Leben, vier wurden verletzt, darunter ein sechsjähriges Kind; ein Gebäude und das Krankenhaus wurden beschädigt. In Winnyzja starb eine Person, elf wurden verletzt. Zuvor waren in der Nacht Opfer in Saporischschja, Cherson, Poltawa und Charkiw zu beklagen, wo eine 61-jährige Frau in einem getroffenen Elektrozug starb.
Diplomatische Entwicklungen und internationale Unterstützung
Parallel zu den militärischen Angriffen betonte Selenskyj, dass angesichts der internationalen Aufmerksamkeit für den Iran-Krieg die Unterstützung für die Ukraine nicht nachlassen dürfe. Er forderte dringend mehr Luftabwehrsysteme und die Produktion von Raketen in Europa. US-amerikanische und ukrainische Delegationen führten in Florida Gespräche über Möglichkeiten zur Beendigung des Krieges, doch blieb ein Durchbruch aus. Moldau meldete Schäden an einer Stromverbindung nach Europa durch die russischen Angriffe. Die UNO schätzt die Zahl der getöteten Zivilisten seit Kriegsbeginn auf über 15.000.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.