Größter russischer Drohnenangriff seit Kriegsbeginn trifft Ukraine
Wichtige Fakten
- • Russland startete innerhalb von 24 Stunden 948 Drohnenangriffe auf die Ukraine.
- • Mindestens sieben Zivilisten wurden getötet, Dutzende verletzt, darunter Kinder.
- • UNESCO-Welterbestätten in Lwiw und Iwano-Frankiwsk wurden schwer beschädigt.
- • Moldau meldet Schäden an Stromverbindung nach Europa durch russische Angriffe.
- • US-ukrainische Friedensgespräche in Florida blieben ohne Durchbruch.
Größter Luftangriff seit Kriegsbeginn
Russland hat in den letzten 24 Stunden den größten Luftangriff seit Beginn des Krieges auf die Ukraine gestartet, bei dem insgesamt 948 Drohnen eingesetzt wurden. In der Nacht wurden 392 Drohnen und 34 Raketen abgefeuert, tagsüber folgten ungewöhnlich massive Angriffe mit 556 Drohnen, die laut ukrainischem Luftwaffensprecher Jurij Ignat "eines der größten Angriffe innerhalb von 24 Stunden" darstellten und erstmals in diesem Ausmaß am helllichten Tag stattfanden. Mindestens sieben Zivilisten wurden getötet und Dutzende verletzt, darunter auch Kinder.
Schäden in westlichen Städten und UNESCO-Stätten
Die Angriffe trafen elf Regionen und verursachten schwere Schäden in westlichen Städten, die bisher vergleichsweise weniger betroffen waren. In Lwiw wurde das zum UNESCO-Welterbe gehörende Bernardinerkloster aus dem 16. Jahrhundert beschädigt, 32 Menschen wurden verletzt. In Iwano-Frankiwsk kamen zwei Menschen ums Leben, vier wurden verletzt, darunter ein sechsjähriges Kind; ein Gebäude und ein Krankenhaus wurden getroffen. In Winnyzja starb eine Person, 13 wurden verletzt. Zuvor waren in der Nacht Opfer in Saporischschja, Cherson, Poltawa und Charkiw zu beklagen, wo eine 61-jährige Frau in einem getroffenen Elektrozug starb.
Diplomatische Entwicklungen und internationale Unterstützung
Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte angesichts der internationalen Aufmerksamkeit für den Iran-Krieg, dass die Unterstützung für die Ukraine nicht nachlassen dürfe. Er forderte dringend mehr Luftabwehrsysteme und die Produktion von Raketen in Europa. US-amerikanische und ukrainische Delegationen führten in Florida Gespräche über Möglichkeiten zur Beendigung des Krieges, doch blieb ein Durchbruch aus, wobei die Donbas-Region ein zentraler Streitpunkt bleibt. Moldau meldete Schäden an einer Stromverbindung nach Europa durch die russischen Angriffe.
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