Ukraine-Wiederaufbaukonferenz in Danzig von Streit überschattet
Wichtige Fakten
- • Die Ukraine-Wiederaufbaukonferenz findet bis Freitag im polnischen Danzig statt.
- • Präsident Wolodymyr Selenskyj fehlt wegen eines Geschichtsstreits mit Polen.
- • 200 bilaterale Vereinbarungen sollen unterzeichnet werden.
- • Die Wiederaufbaukosten werden auf knapp 500 Milliarden Euro geschätzt.
- • Deutsche Unternehmen aus Technologie und Logistik sind interessiert.
Wiederaufbaukonferenz ohne Selenskyj
Seit Kriegsbeginn findet jährlich die Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine statt. Dieses Mal treffen sich Vertreter aus Politik, Wirtschaft und NGOs im polnischen Danzig. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj jedoch fehlt – anders als in den Vorjahren. Grund ist ein Geschichtsstreit zwischen Polen und der Ukraine über die Ehrung der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA), die in Polen für Massaker im Zweiten Weltkrieg verantwortlich gemacht wird.
Hunderte Abkommen geplant
Mehr als 50 Länder wurden zur Konferenz eingeladen. Nach Angaben der polnischen Regierung liegen etwa 200 bilaterale und internationale Verträge und Vereinbarungen zur Unterzeichnung bereit. Die ukrainische Delegation wird von Ministerpräsidentin Julia Sviridenko geleitet; Polen wird durch Regierungschef Donald Tusk vertreten. Er betonte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Bundeskanzler Friedrich Merz werden erwartet.
Wirtschaftliche Bedeutung und Bedarf
Die Konferenz soll konkrete Investitionszusagen und gemeinsame Projekte mit internationalen Unternehmen hervorbringen. Deutsche Firmen sind etwa in den Bereichen Technologie, Logistik und erneuerbare Energien aktiv. Laut Weltbank wird der Wiederaufbau der Ukraine nach mehr als vier Jahren Krieg knapp 500 Milliarden Euro kosten.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.