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Politik 25.06.2026, 04:24 Aktualisiert: 25.06.2026, 18:01

Wiederaufbaukonferenz in Danzig: Milliarden für Ukraine trotz Streit mit Polen

Konferenz findet ohne Selenskyj wegen Geschichtsstreits mit Polen statt.

Wichtige Fakten

  • Konferenz findet ohne Selenskyj wegen Geschichtsstreits mit Polen statt.
  • EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen kündigt 3 Milliarden Euro an.
  • Merz fordert von Moskau Verhandlungen und Einfrieren der Frontlinie.
  • Ukrainischer Veteran Maksym Stukalo sucht Geldgeber für Campingplätze.

Gipfeltreffen ohne Selenskyj

Die zweitägige Ukraine-Wiederaufbaukonferenz ist in Danzig eröffnet worden. Mehr als 50 Länder sind vertreten, doch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fehlt – Grund ist ein Geschichtsstreit mit Gastgeber Polen. Die polnische Seite wird von Regierungschef Donald Tusk geführt, die ukrainische Delegation von Ministerpräsidentin Julia Sviridenko. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Bundeskanzler Friedrich Merz sind vor Ort.

Milliardenversprechen und konkrete Projekte

Von der Leyen verkündete, die Ukraine solle noch während der Konferenz mehr als drei Milliarden Euro zur Stabilisierung ihres Haushalts erhalten. Zudem sei ein Europäischer Flaggschiff-Fonds startklar, der in saubere Energie, Infrastruktur und wachstumsstarke Unternehmen investiert. Bundeskanzler Merz betonte die Notwendigkeit von Privatkapital und kündigte einen gemeinsamen Mechanismus zur Risikoteilung an. Auf einer begleitenden Messe suchen ukrainische Unternehmer wie der Frontveteran Maksym Stukalo nach Geldgebern, um Campingplätze für die Erholung von Veteranen und Zivilisten aufzubauen.

Symbolik und Zukunftsperspektiven

Der Tagungsort Danzig, selbst nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut, soll als Symbol für die Möglichkeit eines Neuanfangs dienen. Merz richtete in seiner Rede eine klare Ansage an Moskau: Es sei an der Zeit, Verhandlungen aufzunehmen, die Frontlinie einzufrieren und das Töten zu beenden. Die Stimmung in Danzig gilt als vorsichtig hoffnungsvoll. Nach Angaben der Weltbank belaufen sich die Wiederaufbaukosten auf knapp 500 Milliarden Euro.

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