Umstrittenes Luxusresort in Albanien: Proteste nehmen zu
Wichtige Fakten
- • Tausende protestieren in Tirana gegen Kushner-Luxusresort.
- • Baubeginn in geschützter Küstenregion mit einzigartiger Biodiversität.
- • Premierminister Rama lehnt Stopp ab, bietet Gespräche an.
- • SPAK ermittelt zu Gesetzesänderungen für Schutzgebiete 2024.
- • Umweltschützer kritisieren fehlende Transparenz und Rodungen.
Proteste und Hintergrund
In Albanien wächst der Widerstand gegen ein von Jared Kushner, dem Schwiegersohn von Donald Trump, unterstütztes Luxusresort im Wert von 1,6 Milliarden Dollar. Tausende protestierten den dritten Tag in Folge in Tirana, teilweise mit aufblasbaren Flamingos als Symbol für befürchtete Umweltschäden. Auch im Süden des Landes sind Proteste geplant, wo die Bauarbeiten in einer ökologisch sensiblen Region begonnen haben.
Regierungshaltung und Kritik
Premierminister Edi Rama verteidigt das Projekt als Meilenstein für Albaniens Entwicklung und schließt einen Baustopp aus. Er bot jedoch Gespräche mit Gegnern an. Umweltschützer, darunter die Organisation PPNEA, kritisieren die mangelnde Transparenz und den Bau ohne Genehmigungen. Die anti-Korruptionsbehörde SPAK hat Ermittlungen zu umstrittenen Gesetzesänderungen von 2024 eingeleitet, die Schutzgebiete betreffen.
Umweltauswirkungen
Das Resort umfasst die Insel Sazan und Feuchtgebiete im Meeresnationalpark, die Lebensraum für bedrohte Arten wie die Mönchsrobbe und über 200 Vogelarten bieten. Aktivisten berichten von der Zerstörung alter Dünen und Pinienwälder für Zufahrtsstraßen. Die Unzufriedenheit richtet sich weniger gegen Kushner als gegen die Regierung, die das Vorgehen zu verantworten habe.
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