Umweltminister Schneider sichert Hilfe für Tschernobyl und ukrainische Wälder zu
Wichtige Fakten
- • Russischer Drohnenangriff beschädigte Tschernobyl-Schutzhülle massiv.
- • Deutschland gibt 50 Millionen Euro für neuen Schutzmantel.
- • EBDR schätzt Kosten für Neubau auf mindestens 500 Millionen Euro.
- • 500.000 Hektar ukrainischer Wälder sind vermint.
Tschernobyl: Schutzhülle schwer beschädigt
Die Schutzhülle über dem havarierten Reaktor von Tschernobyl ist durch einen russischen Drohnenangriff im Februar 2025 schwer beschädigt worden. Ein großes Loch wurde notdürftig abgedichtet, doch die Hülle ist undicht und Rost droht. Die Konstruktion, die eigentlich 100 Jahre halten sollte, hat ihre Funktion verloren. Ein Neubau ist laut Experten unausweichlich, wird aber auf mindestens 500 Millionen Euro geschätzt.
Deutschland und Partner sagen Hilfe zu
Bundesumweltminister Carsten Schneider sagte bei seinem Besuch in der Ukraine 50 Millionen Euro für den Neubau zu. Die USA haben bereits 100 Millionen Dollar zugesagt, die EU 75 Millionen Euro und Norwegen zehn Millionen Euro. Schneider betonte, dass internationale Zusammenarbeit entscheidend ist, um die ukrainische Umwelt zu schützen.
Krieg belastet Umwelt und Infrastruktur
Der Krieg erschwert den Schutz kritischer Infrastruktur erheblich. In Tschernobyl und umliegenden Gebieten sind Militärsperrgebiete eingerichtet, und Drohnenangriffe sind eine ständige Bedrohung. Zudem sind weite Teile der ukrainischen Wälder besetzt oder vermint, was Waldbrände begünstigt und Artenschutz gefährdet.
Bei seiner Reise traf Schneider auch Wirtschaftsvertreter der GreenTech-Branche und besichtigte Projekte in den Karpaten, um den Wiederaufbau und Umweltschutz in der Ukraine zu fördern. Er kündigte einen Naturschutzfonds über zehn Millionen Euro für besonders schützenswerte Wälder an.
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