UN-Sicherheitsrat verurteilt tödliche Angriffe auf Blauhelme im Libanon
Wichtige Fakten
- • Drei indonesische UN-Blauhelme starben durch Explosionen im Süden Libanons.
- • Der UN-Sicherheitsrat verurteilte die Angriffe in einer Dringlichkeitssitzung.
- • Ermittlungen laufen, Verantwortliche sind noch unklar.
- • UNIFIL-Chef berichtet von zunehmenden Zwischenfällen gegen Friedenstruppen.
Zusammenfassung der Ereignisse
Der UN-Sicherheitsrat hat in einer von Frankreich einberufenen Dringlichkeitssitzung tödliche Angriffe auf UN-Blauhelmsoldaten im Libanon verurteilt. Dabei starben drei indonesische Soldaten durch Explosionen im Süden des Landes. Nach Angaben von UNIFIL-Chef Jean-Pierre Lacroix wurden zwei Soldaten am Montag durch eine am Straßenrand platzierte Bombe getötet, ein weiterer starb bereits in der Nacht zuvor bei der Explosion eines Geschosses in der Nähe einer UN-Position.
Reaktionen und Ermittlungen
Mehrere Mitgliedsländer des Sicherheitsrats, darunter Frankreich, Großbritannien, China und Russland, missbilligten die Vorfälle. UN-Generalsekretär Antonio Guterres verurteilte die Tötungen als mögliche Kriegsverbrechen, während Indonesien die Einhaltung des humanitären Völkerrechts forderte. Die Ermittlungen zur Verantwortlichkeit dauern an – sowohl Israel als auch die Hisbollah-Miliz werden verdächtigt, doch bleibt dies unklar. Lacroix berichtete zudem von einem besorgniserregenden Anstieg von Zwischenfällen gegen UN-Truppen, einschließlich Warnschüssen und Straßenblockaden.
Internationale Besorgnis
Italien, Frankreich und die Türkei äußerten Besorgnis über die Angriffe, und zehn europäische Länder sowie die EU riefen alle Konfliktparteien auf, die Sicherheit der UN-Mission zu gewährleisten. UNIFIL ist seit Jahrzehnten im Süden Libanons im Einsatz und umfasst auch etwa 200 Bundeswehrsoldaten, die die Seegrenze überwachen und libanesische Marinesoldaten ausbilden.
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