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Wirtschaft 20.04.2026, 12:55 Aktualisiert: 20.04.2026, 18:49

UniCredit erhöht Druck im Übernahmekampf um Commerzbank

UniCredit kritisiert Commerzbank als strukturell schwach und überbewertet.

Wichtige Fakten

  • UniCredit kritisiert Commerzbank als strukturell schwach und überbewertet.
  • Die italienische Bank verspricht bei Übernahme Gewinnsteigerung auf 5,1 Mrd. Euro bis 2028.
  • Das SPD-geführte Bundesfinanzministerium lehnt eine feindliche Übernahme klar ab.
  • UniCredit plant Einsparungen durch Managementabbau und Bürokratieabbau.
  • Die Commerzbank wehrt sich entschieden gegen die Übernahmepläne.

Übernahmekampf

Die italienische Großbank UniCredit erhöht im Übernahmekampf um die Commerzbank den Druck und kritisiert deren Geschäftsmodell scharf. In einer Analyse wirft sie der Commerzbank strukturelle Schwächen und eine "Geschichte operativer Underperformance" vor. Als Großaktionärin hält UniCredit die Commerzbank für unzureichend auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet.

Angebot und Widerstand

Im Falle einer Übernahme verspricht UniCredit eine deutliche Gewinnsteigerung auf rund 5,1 Milliarden Euro bis 2028, durch Einsparungen im Management und Abbau von Bürokratie. Die Commerzbank lehnt das Übernahmeangebot jedoch entschieden ab und bezeichnet es als feindliches Vorgehen. Das SPD-geführte Bundesfinanzministerium unterstützt die Eigenständigkeit der Commerzbank und lehnt eine feindliche Übernahme klar ab.

Weitere Entwicklungen

UniCredit zeigt sich vom Widerstand unbeeindruckt und plant, bei einer außerordentlichen Hauptversammlung im Mai 2026 die Zustimmung der Aktionäre für eine Kapitalerhöhung einzuholen. Sollte die Übernahme gelingen, würde die Commerzbank zunächst 18 Monate eigenständig weitergeführt werden. Der Ton in den Verhandlungen bleibt frostig, mit ungewissem Ausgang.

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