UniCredit-Übernahme der Commerzbank: Angebotsfrist endet
Wichtige Fakten
- • UniCredit hält bereits knapp 27% der Commerzbank-Aktien.
- • Angebotsfrist endet am 16.06.2026, Nachfrist bis 3. Juli.
- • UniCredit könnte Beteiligung auf fast 42% aufstocken.
- • Bund als Aktionär lehnt Angebot mangels angemessener Prämie ab.
- • BaFin prüft Vorwürfe und Ungereimtheiten bei Transaktionen.
Übernahmeangebot läuft aus
Das freiwillige Übernahmeangebot der italienischen UniCredit für die Commerzbank endet um Mitternacht. Die Mailänder Bank besitzt bereits 27 Prozent der Aktien und wurden bis dato etwa 12 Prozent weitere Aktien angedient, was den Anteil auf knapp 39 Prozent erhöhen würde. Inklusive Finanzinstrumente könnte die Beteiligung auf bis zu 42 Prozent steigen.
Bund und Commerzbank lehnen ab
Der Bund lehnt als Aktionär das Angebot ab, da es keine angemessene Prämie auf den aktuellen Kurs bietet. Die Commerzbank zweifelt die Darstellung an, dass Großinvestoren angenommen haben, und schaltete die BaFin ein. UniCredit kontert, die Aussagen der Commerzbank-Spitze sorgten für Verwirrung. Die BaFin prüft den Fall nach Vorermittlungen der Staatsanwaltschaft.
Sorge um Arbeitsplätze
Im Falle einer Übernahme befürchten Gewerkschaften einen drastischen Stellenabbau über die geplanten 7.000 Stellen hinaus. Commerzbank-Chefin Orlopp mahnt zur Beruhigung, bleibe aber gesprächsbereit. Der Bund betont die Bedeutung der Commerzbank für die deutsche Wirtschaft und lehnt das aggressive Vorgehen der Italiener ab. UniCredit könnte bald Vertreter in den Aufsichtsrat entsenden.
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