Untersuchungen zu Hassparolen bei Al-Quds-Protest in London
Wichtige Fakten
- • Die Metropolitan Police untersucht chants von 'Tod der IDF' durch Bobby Vylan.
- • 12 Personen wurden bei Protesten und Gegenprotesten in London festgenommen.
- • Die jährliche Al-Quds-Marsch wurde aufgrund von Störungsrisiken verboten.
- • Die Proteste fanden als statische Versammlungen mit etwa 1.000 Polizisten statt.
- • Die Organisatoren werden als unterstützend für das iranische Regime beschrieben.
Untersuchungen und Festnahmen
Die Metropolitan Police in London untersucht chants von 'Tod der IDF' (Israel Defense Forces), die von Bobby Vylan, Frontmann des Punk-Duos Bob Vylan, bei einem Al-Quds-Tag-Protest in Zentrallondon angeblich angeführt wurden. Laut Polizei gab es 12 Festnahmen während der Proteste und Gegenproteste am Sonntag, unter anderem wegen Unterstützung einer verbotenen Organisation und bedrohlichem Verhalten. Die Polizei hatte zuvor einen Antrag auf ein einmonatiges Verbot des jährlichen Marsches gestellt, der von der Innenministerin genehmigt wurde, basierend auf Befürchtungen öffentlicher Unruhen; stattdessen fanden statische Proteste mit etwa 1.000 Polizisten zur Trennung der Gruppen statt.
Hintergrund und Reaktionen
Der Al-Quds-Tag, der auf den arabischen Namen für Jerusalem zurückgeht, wird oft am letzten Freitag des Ramadan abgehalten und wurde nach der Iranischen Revolution 1979 eingeführt. Die Organisatoren der Proteste in London werden von der Polizei als unterstützend für das iranische Regime beschrieben, mit vielen Teilnehmern, die iranische Flaggen und Plakate zeigten. Auf der Gegenseite versammelten sich Gruppen wie Stop the Hate, eine jüdisch geführte Kampagne gegen Antisemitismus, und anti-iranische Regimegruppen. Die Crown Prosecution Service (CPS) äußerte sich zu den chants und betonte, dass hassvolle Parolen strafbar sein können, wenn sie über legale Proteste hinausgehen.
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