Uruguay ratifiziert Mercosur-Freihandelsabkommen als erstes Land
Wichtige Fakten
- • Uruguay ist das erste Mercosur-Land, das das Abkommen ratifiziert hat.
- • Das Abkommen soll eine Freihandelszone mit über 700 Millionen Menschen schaffen.
- • Die EU-Kommission prüft eine vorläufige Anwendung vor der endgültigen Zustimmung.
- • Gegner kritisieren mögliche Auswirkungen auf Umwelt- und Verbraucherstandards.
- • Argentinien und Brasilien stehen kurz vor der Ratifizierung ihres Senatsvotums.
Ratifizierung durch Uruguay
Uruguay hat als erstes Land des Mercosur-Bündnisses das Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union ratifiziert, nachdem das uruguayische Parlament den Vertrag gebilligt hat. Das Abkommen, das nach über 25 Jahren Verhandlungen Anfang des Jahres in Paraguay unterzeichnet wurde, zielt darauf ab, eine Freihandelszone mit mehr als 700 Millionen Einwohnern zu schaffen und durch den Abbau von Handelsbarrieren den Waren- und Dienstleistungsaustausch zu fördern.
Reaktionen und nächste Schritte
Die EU-Kommission steht unter Druck von Regierungen wie Deutschland, das Abkommen vorläufig in Kraft treten zu lassen, bevor das Europäische Parlament endgültig zustimmt. Dies könnte zu einem Konflikt führen, da das Parlament zuvor eine Prüfung durch den Europäischen Gerichtshof beschlossen hat. Gegner des Abkommens kritisieren mögliche negative Auswirkungen auf EU-Standards in Bereichen wie Umwelt und Verbraucherschutz sowie die Konkurrenz für europäische Landwirte, während die Kommission diese Bedenken zurückweist.
Erwartungen für weitere Ratifizierungen
In den kommenden Tagen wird mit der Ratifizierung durch Argentinien und Brasilien gerechnet, deren Abgeordnete das Abkommen bereits angenommen haben und nun auf das Votum ihrer Senatoren warten. Die Kommission hat betont, dass sie bereit ist, das Abkommen umzusetzen, sobald alle Beteiligten zustimmen, wobei die endgültige Entscheidung noch aussteht.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.