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International 18.01.2026, 18:02 Aktualisiert: 18.01.2026, 20:08

US-Armee trainiert auf Hawaii für den Indopazifik: Dschungel als neue Schlüsselkompetenz

Die US-Armee verlagert nach Jahrzehnten der Einsätze im Nahen Osten und in Afghanistan ihren Schwerpunkt in den Indopazifik und übt dafür Dschungeloperationen auf Hawaii.

Wichtige Fakten

  • Die US-Armee verlagert nach Jahrzehnten der Einsätze im Nahen Osten und in Afghanistan ihren Schwerpunkt in den Indopazifik und übt dafür Dschungeloperationen auf Hawaii.
  • Im Training der 25. US-Infanteriedivision werden Szenarien wie Hinterhalte und das Einnehmen von Infrastruktur (z.B. Brücken) in dichtem, unwegsamem Gelände geprobt.
  • Ausbilder betonen, dass Dschungelbedingungen (dichte Vegetation, feuchtes Klima, steile schlammige Hänge) selbst moderne Technik einschränken und eine Evakuierung per Hubschrauber teils unmöglich machen können.
  • Als strategischer Hintergrund wird insbesondere Taiwan genannt; zudem wird auf wiederkehrende Konfrontationen zwischen China und den Philippinen im Südchinesischen Meer verwiesen.
  • Parallel dazu trainiert das US-Militär erstmals seit Jahrzehnten wieder in Panama auch reguläre Einheiten für Dschungeleinsätze; dies passt laut Bericht zur US-Strategie, Einfluss in der „Westlichen Hemisphäre“ auszubauen.
Die US-Armee richtet sich nach den Kriegen im Nahen Osten und in Afghanistan stärker auf den Indopazifik aus und trainiert dafür Dschungelkampf im Urwald von Hawaii. Bei Übungen der 25. US-Infanteriedivision proben Soldatinnen und Soldaten Szenarien wie das Einnehmen einer Brücke und das Reagieren auf Hinterhalte. Ausbilder verweisen darauf, dass dichte Vegetation, feuchtes Klima sowie steile, schlammige Hänge die Orientierung und Versorgung erschweren und selbst moderne Technik an Grenzen bringen. Teilweise sei eine Rettung per Hubschrauber wegen des geschlossenen Blätterdachs und unzugänglicher Landezonen ausgeschlossen, weshalb Einheiten lernen, zeitweise auf sich allein gestellt zu operieren. Als Hintergrund nennt der Bericht wachsende Spannungen rund um Taiwan sowie wiederkehrende Konfrontationen im Südchinesischen Meer. Zusätzlich trainieren die USA wieder in Panama, im Rahmen einer breiteren Strategie für die „Westliche Hemisphäre“.

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