US-Kartellbehörde verklagt Amazon wegen manipulierter Werbeauktionen
Wichtige Fakten
- • FTC und 22 Bundesstaaten verklagen Amazon.
- • Vorwurf: geheime Preiserhöhung bei Werbeauktionen.
- • Seit 2018 soll Amazon zweistellige Milliardenbeträge erschlichen haben.
- • Interne Dokumente belegen „versteckten Aufschlag“.
- • Amazon weist alle Vorwürfe zurück.
Hintergrund der Klage
Die US-Wettbewerbsbehörde FTC hat gemeinsam mit 22 Bundesstaaten eine Klage gegen Amazon eingereicht. Dem Konzern wird vorgeworfen, seit 2018 seine Auktionen für Online-Werbung manipuliert zu haben, um heimlich höhere Preise zu erzielen. Laut FTC soll Amazon auf diese Weise zweistellige Milliardenbeträge verdient haben.
Vorwürfe im Detail
Bei den Auktionen, die bestimmen, welche Werbung bei Suchergebnissen erscheint, hält Amazon nach eigenen Regeln den Höchstbietenden nur den Preis des Zweitplatzierten plus einem Cent ab. Tatsächlich soll der Konzern jedoch in 80 Prozent der Fälle das volle Gebot des Erstplatzierten eingefordert haben. Interne Dokumente sprechen laut FTC von einem „versteckten Aufschlag“. Zudem sollen fiktive Auktionsteilnehmer die Preise künstlich in die Höhe getrieben haben.
Reaktion von Amazon
Amazon wies die Vorwürfe umgehend zurück. Der Konzern erklärte, die Klage sei rechtlich unbegründet und man werde sich energisch verteidigen. Das Verfahren könnte weitreichende Folgen für die Online-Werbebranche haben und neue Regulierungsdiskussionen auslösen.
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