US-Truppenabzug aus Deutschland: Trump kündigt deutliche Reduzierung an
Wichtige Fakten
- • Trump kündigt Truppenreduzierung um weit mehr als 5.000 Soldaten an.
- • Republikaner im Kongress warnen vor Signal an Putin.
- • Bundesverteidigungsminister Pistorius bezeichnet Abzug als erwartbar.
- • US-Militärpräsenz in Deutschland beträgt rund 36.000 Soldaten.
- • Deutschland erhöht Verteidigungsausgaben auf 3,1 % des BIP.
Truppenabzug angekündigt
US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Truppenpräsenz in Deutschland „deutlich stärker“ als die bereits genannten 5.000 Soldaten zu reduzieren. Ein Teilabzug von 5.000 Soldaten war zuvor vom US-Verteidigungsministerium angeordnet worden. Die tatsächliche Zahl der abzuziehenden Soldaten ist noch unklar.
Kritik aus den eigenen Reihen
Zwei führende Republikaner im Kongress, Senator Roger Wicker und Abgeordneter Mike Rogers, äußerten sich besorgt über die Entscheidung. Sie betonten, dass Deutschland auf US-Forderungen reagiert und seine Verteidigungsausgaben erhöht habe. Ein voreiliger Abzug könne die Abschreckung schwächen und ein falsches Signal an Russlands Präsident Wladimir Putin senden. Sie schlugen stattdessen eine Verlegung der 5.000 Soldaten nach Osteuropa vor, um eine starke Präsenz aufrechtzuerhalten.
Reaktionen aus Deutschland
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius bezeichnete den angekündigten Teilabzug als „erwartbar“ und bemühte sich um Deeskalation. Die militärische Kooperation mit den USA gehe trotz allem weiter. Die Präsenz amerikanischer Soldaten in Europa und besonders in Deutschland liege im Interesse beider Seiten: „Die USA bündelten hier wichtige militärische Funktionen, etwa für ihre sicherheitspolitischen Interessen im Nahen Osten.“ Derzeit sind rund 36.000 US-Soldaten in Deutschland stationiert, mehr als in jedem anderen europäischen Land.
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