250 Jahre USA: Spaltung trotz Jubiläum
Wichtige Fakten
- • US-Bürger in Kalifornien, New York, Texas, Florida, Georgia, Massachusetts und Washington DC befragt.
- • Befragung in Tennessee zeigt gespaltene Meinungen zu Einwanderung und Zugehörigkeit.
- • Pastor Enoch Fuzz: Gleichberechtigung verschiedener Ethnien in USA nicht erreicht.
- • Afroamerikanerin Jessica Williams erlebte rassistische Diskriminierung im Geschäftsumfeld.
- • Modedesigner Manuel Cuevas klagt über anhaltende Ausgrenzung von Latinos.
Bürgerbefragung 2026: Stimmung zwischen Optimismus und Kritik
Im 250. Jahr der Unabhängigkeit der USA haben BBC und Tagesschau Bürger in verschiedenen Bundesstaaten befragt. Während die BBC-Kurzumfrage in Kalifornien, New York, Texas, Florida, Georgia, Massachusetts und Washington DC ein gemischtes Bild zeigt, geht die Tagesschau tiefer in den Bundesstaat Tennessee. Dort, im konservativ-evangelikalen Bible Belt, stoßen Äußerungen zu Einwanderung und Zugehörigkeit auf heftige Kontroversen.
Tennessee: Vielfalt und Ausgrenzung
In Knoxville lehnt Gemeindemitglied Aaron die Scharia ab, begrüßt aber Zustimmung zur Verfassung. Linda hingegen fordert eine harte Hand gegen illegale Einwanderer, obwohl deren Anteil nur bei zwei Prozent liegt. In Nashville ist das Bild ambivalent: LGBTQ-Mitglied Payton berichtet von Unterstützung, während Straßenhändler Scott Einwanderer pauschal ablehnt. Der afroamerikanische Pastor Fuzz betont, dass alle Menschen unterschiedlicher Herkunft gleichberechtigt sein sollten, dies jedoch nicht der Realität entspräche.
Die Schattenseiten des American Dream
Die Betriebswirtin Jessica Williams erlebte in einem Hotel rassistische Diskriminierung, die ihr einen Geschäftspartner kostete. Hispanische Chamber-Präsident Yuni Kunza hebt hervor, dass gemeinsame Werte wichtiger seien als Herkunft. In Columbia hingegen zeigt sich Lokalpolitiker Eric Perviti optimistisch und versichert, Diskriminierung gebe es vor allem im tiefen Süden. Der Modedesigner Manuel Cuevas kritisert die anhaltende Ausgrenzung von Latinos und Native Americans – „Wie soll ich mich da fühlen?“ Diese Stimmen zeigen, dass trotz des Jubiläums tiefe Gräben die Gesellschaft spalten.
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