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International 30.07.2026, 01:59 Aktualisiert: 30.07.2026, 12:02

USA fliegen neue Angriffswelle gegen Iran - Drei Tote auf Qeshm

US-Militär startet zweistündige Angriffswelle gegen Dutzende IRGC-Ziele.

Wichtige Fakten

  • US-Militär startet zweistündige Angriffswelle gegen Dutzende IRGC-Ziele.
  • Iran meldet drei Tote, darunter ein Kind, auf der Insel Qeshm.
  • Jordanien fängt fünf iranische Raketen ab.
  • Gemeinsame US-Saudi-Angriffe im Irak töten 20 Kämpfer und 6 Berater.
  • Drohnenangriff auf Gastanker in Ägypten; Trump macht Iran mitverantwortlich.

US-Militär startet neue Angriffswelle gegen Iran

Nach einer knapp einwöchigen Kampfpause hat das US-Militär erneut eine schwere Angriffswelle gegen Ziele im Iran durchgeführt. Wie das regionale Kommando CENTCOM mitteilte, wurden Dutzende Stellungen der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) über einen Zeitraum von zwei Stunden angegriffen, darunter militärische Kommandozentren sowie Raketen- und Drohnenanlagen. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor Vergeltung für den iranischen Raketenangriff auf einen US-Stützpunkt in Jordanien am Dienstag angekündigt und erklärte: 'Wir werden sie sehr hart treffen, denn jetzt sind wir an der Reihe.'

Zivile Opfer auf Qeshm und Abwehr iranischer Raketen

Iranische Medien berichteten von Explosionen auf der Insel Qeshm und in der Provinz Chuzestan. Dabei wurden drei Menschen getötet, darunter ein zweijähriges Kind, sowie zwei weitere verletzt. Das iranische Staatsfernsehen Irib meldete zudem Angriffe auf die Städte Abadan, Schadegan, Arvandkenar und Ahvaz. Als Reaktion auf die US-Angriffe feuerte Iran fünf Raketen auf Jordanien ab, die von der jordanischen Flugabwehr abgefangen wurden. Verletzte gab es keine.

Ausweitung des Konflikts auf Irak und Ägypten

Bereits am Mittwoch hatten die USA gemeinsam mit Saudi-Arabien Stellungen pro-iranischer Milizen im Irak attackiert. Dabei wurden mindestens 20 Kämpfer und sechs iranische Berater getötet. Die irakische Regierung verurteilte die Angriffe als Verletzung ihrer Souveränität. Zudem wurden zwei Gastanker im ägyptischen Hafen Damietta von einer Drohne getroffen und standen in Brand. CENTCOM erklärte, der gemeinsame Angriff im Irak sei eine Reaktion auf über 30 Drohnenangriffe der von Iran gelenkten Milizen in den letzten 72 Stunden.

Wirtschaftliche Auswirkungen und Diplomatie

Der Ölpreis stieg nach den Angriffen zunächst steil an, fiel dann aber wieder leicht. Brent-Rohöl notierte zeitweise bei über 88 Dollar pro Barrel. Analysten sprechen von beispiellosen Spannungen in der Region. Parallel zu den militärischen Aktionen gibt es weiterhin diplomatische Bemühungen, eine Eskalation zu verhindern. Pakistans Außenministerium bestätigte, dass die Verhandlungen zwischen den USA und Iran unter der im Juni unterzeichneten Absichtserklärung andauern.

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