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International 01.03.2026, 15:10 Aktualisiert: 01.03.2026, 18:03

USA intensivieren Rohstoff-Partnerschaften in Afrika unter Trump

Die USA vereinbaren Mineralienabkommen mit der DR Kongo für Coltan und andere Rohstoffe.

Wichtige Fakten

  • Die USA vereinbaren Mineralienabkommen mit der DR Kongo für Coltan und andere Rohstoffe.
  • China ist der größte Handelspartner vieler afrikanischer Länder, was die USA herausfordert.
  • Somaliland bietet den USA Zugang zu Seltenen Erden und Militärbasen an.
  • Rebellenbewegung M23 kontrolliert Minen in der DR Kongo und unterliegt US-Sanktionen.
  • Die USA erweitern ihre Zusammenarbeit auf westafrikanische Länder wie Mali, Burkina Faso und Niger.

Rohstoffpartnerschaften im Fokus

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump verfolgt eine neue Afrika-Strategie, die auf den Zugang zu wertvollen Rohstoffen wie Coltan, Gold, Lithium und Kobalt abzielt. Im Dezember 2025 wurde mit der Demokratischen Republik Kongo ein Mineralienabkommen angekündigt, um Investitionen in Minen wie Rubaya zu fördern, wo Coltan für Elektronik und Luftfahrt abgebaut wird. Die DR Kongo erhofft sich davon bis zu 150 Millionen US-Dollar für den Ausbau des kommerziellen Betriebs.

Geopolitische und militärische Interessen

Die USA zielen darauf, Chinas Dominanz als größtem Handelspartner afrikanischer Länder entgegenzuwirken und eigene Abhängigkeiten zu reduzieren. Gleichzeitig spielen Sicherheitsinteressen eine Rolle, etwa in der DR Kongo, wo die von Ruanda unterstützte Rebellenbewegung M23 Minen kontrolliert und unter US-Sanktionen steht. Kleine Gebiete wie Somaliland, das von Israel anerkannt wurde, bieten den USA Zugang zu Seltenen Erden und Militärbasen am strategisch wichtigen Golf von Aden.

Ausweitung auf Westafrika

Die US-Initiativen erstrecken sich auch auf westafrikanische Länder wie Mali, Burkina Faso und Niger, die über Gold, Lithium, Uran und andere Ressourcen verfügen. Diese Staaten suchen neue Partner, nachdem traditionelle Beziehungen, etwa zu Frankreich, abgekühlt sind, und stehen vor Herausforderungen durch islamistische Terrorgruppen in der Sahelzone. Die USA nutzen diese Situation, um ihre Rohstoffversorgung zu diversifizieren und strategischen Einfluss zu gewinnen.

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