Neue Eskalation im Golfkonflikt: USA und Iran liefern sich erbitterte Gefechte um die Straße von Hormus
Wichtige Fakten
- • USA attackieren 140 Ziele in Iran nach Containerschiffangriff.
- • Iran schließt die Straße von Hormus "bis auf Weiteres".
- • Iran greift US-Stützpunkte in VAE, Katar, Kuwait, Jordanien und Oman an.
- • Trumps angeblicher Neuwertrag mit Iran scheitert innerhalb von Stunden.
- • Katar ruft zur vorübergehenden Einstellung des Schiffsverkehrs auf.
Dritte Welle von US-Angriffen als Vergeltung
Das US-Militär hat eine weitere Welle von Luftschlägen gegen Iran durchgeführt und dabei nach eigenen Angaben 140 militärische Ziele getroffen. Darunter befanden sich Raketen- und Drohnenstellungen, Marineeinrichtungen, Munitionslager, Kommunikationsnetze und Küstenüberwachungsposten. Hintergrund ist der iranische Angriff auf ein Containerschiff unter zyprischer Flagge in der Straße von Hormus, bei dem ein Besatzungsmitglied vermisst wird und das Schiff manövrierunfähig ist.
Iran sperrt strategische Meerenge und greift Nachbarländer an
Die iranischen Revolutionsgarden erklärten die Straße von Hormus „bis auf Weiteres“ für gesperrt und griffen ihrerseits US-Militärbasen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Bahrain, Jordanien, Kuwait und Oman mit Raketen und Drohnen an. In Katar wurden mehrere Menschen durch herabfallende Trümmer verletzt, das Verkehrsministerium forderte die vorübergehende Einstellung der Seefahrt. Die USA betonen jedoch, die Meerenge sei offen: Trump erklärte, man habe den Iran „in Grund und Boden bombardiert“. Das US-Zentralkommando Centcom warnt, man sei bereit, die freie Durchfahrt zu gewährleisten.
Waffenruhe am Rande des Zusammenbruchs
Das Mitte Juni geschlossene Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran steht vor dem endgültigen Aus. Trump berichtete von einem angeblich fast perfekten Nachverhandlungsdeal, den die iranische Seite jedoch wenige Stunden nach Zustimmung durch den Angriff auf ein Schiff gebrochen habe. Der iranische Parlamentssprecher Ghalibafkonterte, die Zeit einseitiger Abmachungen sei vorbei. Diplomatie wird fortgesetzt, doch weitere Attacken könnten zu einer unkontrollierten Eskalation führen.
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