USA: Vorladungen für NYT-Reporter nach Air-Force-One-Enthüllungen
Wichtige Fakten
- • New York Times berichtete über Sicherheitsbedenken bei neuer Air Force One.
- • Reporter erhielten Vorladungen von Bundesstaatsanwaltschaft wegen Bundesgesetzverletzung.
- • Weißes Haus und Justizministerium äußern Besorgnis über Geheimnisweitergabe.
- • Journalistenverbände kritisieren Vorladungen als Angriff auf Pressefreiheit.
Air Force One: Kritischer Bericht löst Vorladungen aus
Die New York Times (NYT) hatte über Sicherheitsbedenken bei der neuen Präsidentenmaschine Air Force One berichtet. Nun erhielten die beteiligten Reporter Vorladungen der Bundesstaatsanwaltschaft in New York. Ihnen wird vorgeworfen, gegen ein Bundesgesetz verstoßen zu haben, möglicherweise durch die Weitergabe von Geheiminformationen. Die Vorladungen sollen teilweise an private Wohnadressen zugestellt worden sein, was die NYT und Journalistenverbände als beispiellose Einschüchterung und Angriff auf die Pressefreiheit verurteilen.
Hintergrund und Reaktionen
Der Bericht der NYT bezog sich auf eine von Katar geschenkte Maschine und die Entscheidung Trumps, diese zu nutzen. Kritiker sehen darin ein Sicherheitsrisiko, da Katar in der Vergangenheit islamistische Gruppen unterstützt hat. Auch der Secret Service hatte den Flugzeugwechsel empfohlen. Das Weiße Haus verwies an das Justizministerium, das weder bestätigte noch dementierte, aber betonte, es gehe nicht gegen Reporter, sondern gegen die Preisgabe von Geheimnissen. Selbst Fox News, sonst Trump-nah, bezeichnete die Vorladungen als alarmierend. Der nationale Press Club und das Reporters Committee for Freedom of the Press fordern den Rückzug der Vorladungen und kritisieren die Regierung für das Vorgehen.
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