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International 12.07.2026, 05:00 Aktualisiert: 12.07.2026, 06:01

Trump schwankt zwischen Nato-Kritik und Lob: Gipfel in Ankara zeigt widersprüchliches US-Verhalten

Stimmung: 45 #USA #NATO
Trump kritisierte Nato und Iran scharf, lobte aber später die Einigkeit.

Wichtige Fakten

  • Trump kritisierte Nato und Iran scharf, lobte aber später die Einigkeit.
  • Er zeigte besondere Nähe zum Gastgeber, Präsident Erdoğan.
  • US-Präsident lobte Selenskyj unerwartet als 'genial' im Ukraine-Krieg.
  • Rutte als 'Trump-Flüsterer' habe mit Schmeicheleien gewirkt, so Analysten.
  • Europa plant, Verteidigungsausgaben auf 5% des BIP zu steigern.

Trumps widersprüchliches Auftreten beim Nato-Gipfel

Donald Trump zeigte beim Nato-Gipfel in Ankara ein extremes Stimmungsschwankungen: Zunächst attackierte er das Bündnis scharf, beklagte mangelnde Unterstützung im Iran-Konflikt und wiederholte seine Forderung nach Grönland und einem Handelsboykott gegen Spanien. Kurz darauf sprach er von einer positiven Atmosphäre und pries die Einigkeit. Experten führen dies auf seine impulsive Persönlichkeit und die besondere Beziehung zu Gastgeber Recep Tayyip Erdoğan zurück, den er öffentlich lobte.

Rolle von Erdoğan und Rutte

Trump betonte, er wäre ohne das Treffen in der Türkei möglicherweise nicht gekommen, und hob hervor, dass Ankara ihm loyaler erscheine als andere Verbündete. Nato-Generalsekretär Mark Rutte habe als 'Trump-Flüsterer' die Wogen geglättet, indem er auf die gestiegenen Verteidigungsausgaben der Europäer verwies. Analysten wie Ian Lesser (German Marshall Fund) sahen eine 'bipolare' Stimmung, die aber nicht zu ernsthaften Konflikten führte.

Überraschende Wende gegenüber Selenskyj

Trump lobte den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj als 'genial', was Analysten als Enttäuschung über Putin und Rücksicht auf den US-Kongress deuten. Zugleich warnten Beobachter wie Charles Kupchan (Georgetown University), dass das sprunghafte Verhalten auf einen tieferen strategischen Stillstand der USA hindeute. Trotz allem bleibe die Nato intakt, allerdings mit einem stärkeren europäischen Führungsanspruch.

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