USA und Iran liefern sich neue Gefechte – Waffenruhe gefährdet
Wichtige Fakten
- • US-Angriffe targeting iranische Flugabwehr- und Radaranlagen an der Straße von Hormus.
- • Iran greift mit Raketen und Drohnen US-Stützpunkte in Bahrain, Jordanien und Kuwait an.
- • 20.000 Menschen in Sirik ohne Trinkwasser, da US-Bomben Reservoirs zerstören.
- • Iran droht: USA müssten die Region verlassen; Außenminister warnt vor weiteren Konsequenzen.
- • Trump optimistisch für Friedensabkommen in 'zwei bis drei Tagen' trotz Eskalation.
Vergeltung nach Hubschrauberabschuss – USA führen gezielte Schläge durch
In der Nacht zum Mittwoch haben die USA mit Luftangriffen auf iranische Luftabwehr-, Radar- und Kontrollsysteme reagiert, wie CENTCOM bestätigte. Der Angriff sei eine verhältnismäßige Vergeltung für den Abschuss eines Apache-Hubschraubers an der Straße von Hormus gewesen. US-Präsident Trump sprach von einem notwendigen Akt der Selbstverteidigung. Die beiden Crewmitglieder wurden unverletzt von einer US-Drohne gerettet. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete von Schäden an einem Telekommunikationsturm und zwei Wassertanks auf Qeshm; in Sirik wurden 20.000 Menschen ohne Trinkwasser zurückgelassen.
Iranische Revolutionsgarde greift US-Militärbasen an
Als Vergeltung feuerte die IRGC nach eigenen Angaben drei Wellen von Raketen und Drohnen auf US-Stützpunkte in Kuwait, Bahrain und Jordanien. Bei Al-Azraq in Jordanien seien Hangars von F-35-Kampfjets getroffen worden, meldete die iranische Nachrichtenagentur Mehr. Kuweit meldete aktivierte Flugabwehr, Jordanien schoss laut eigenen Aussagen fünf Raketen ab. Irans Außenminister Achaghchi warnte in sozialen Medien: „Verlasst unsere Region, wenn ihr in Sicherheit sein wollt.“ Trotz der gegenseitigen Angriffe hielten sich beide Seiten mit Eskalation zurück.
Feuer der Verhandlungen erlischt – Uneinigkeit und Zweifel an Friedensdeal
Die neuerlichen Angriffe gefährden die brüchige Waffenruhe vom April. Trump hatte noch Stunden zuvor erklärt, ein Friedensabkommen stehe kurz bevor: „In zwei oder drei Tagen könnten wir einen sehr, sehr guten Deal haben.“ Der iranische Parlamentsabgeordnete Ebrahim Rezaei äußerte sich indes anerkennend über den Hubschrauberabschuss. Die internationale Gemeinschaft rief zur Zurückhaltung auf; China und Russland kritisierten die Angriffe der USA. ARD-Korrespondent Schneider warnte vor der hohen Eskalationsgefahr. Auch die Gespräche mit Israel, das entlang der libanesischen Grenze weiter bombardierte, stünden auf der Kippe. Iran wirft den USA zudem vor, durch ständigen Wortbruch die Diplomatiefäden zu durchtrennen.
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