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International 02.07.2026, 10:34 Aktualisiert: 02.07.2026, 12:03

Vatikan exkommuniziert traditionalistische Rebellen der Piusbruderschaft

Vatikan exkommuniziert alle Mitglieder der Piusbruderschaft (SSPX).

Wichtige Fakten

  • Vatikan exkommuniziert alle Mitglieder der Piusbruderschaft (SSPX).
  • Grund: Eigenmächtige Bischofsweihen ohne Zustimmung des Papstes.
  • SSPX lehnt Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils ab.
  • Zeremonie in Ecône zog etwa 16.500 Gläubige und Rechtsextreme an.
  • Es ist die erste große Krise für Papst Leo.

Exkommunikation der Piusbruderschaft

Der Vatikan hat die traditionalistische Gesellschaft des heiligen Pius X. (SSPX) aufgrund eines Schismas exkommuniziert. Hintergrund ist die eigenmächtige Weihe von vier Bischöfen durch die Bruderschaft am Mittwoch, die Papst Leo zuvor als schismatischen Akt bezeichnet hatte. Die Exkommunikation gilt automatisch für alle Priester und gläubigen Katholiken, die der SSPX formell angehören.

Hintergrund des Konflikts

Die SSPX lehnt zentrale Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962–1965) ab, darunter die Feier der Messe in Landessprachen. Papst Leo hatte bis zuletzt versucht, die Weihen zu verhindern. Die Bruderschaft hingegen sieht die Ordination treuer Bischöfe als heilige Pflicht. Die Zeremonie in Ecône (Schweiz) zog rund 16.500 Besucher an, darunter auch Mitglieder neofaschistischer italienischer Parteien. Die SSPX ist vor allem in den USA, Frankreich und Argentinien verbreitet und zählt knapp 1.500 Priester und Seminaristen.

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