Veränderte Einkaufsgewohnheiten: Wie Inflation und Krisen das Konsumverhalten prägen
Wichtige Fakten
- • Eigenmarken haben ihren Marktanteil von 40% auf 46% gesteigert.
- • Jedes vierte Produkt wird inzwischen als Sonderangebot verkauft.
- • Der Umsatz mit Bio-Sortimenten wuchs bei Discountern um 27%.
- • Viele Verbraucher bleiben dauerhaft bei günstigeren Alternativen.
Trend zu Eigenmarken und Sonderangeboten
Infolge steigender Lebensmittelpreise, insbesondere durch Energiekosten und den Ukraine-Krieg, haben viele Deutsche ihr Einkaufsverhalten dauerhaft geändert. Eigenmarken haben ihren Marktanteil von 40% auf 46% erhöht, während Herstellermarken auf 50% sanken. Viele Verbraucher stellen keine Qualitätsunterschiede fest und kehren nicht zu teureren Marken zurück.
Bio-Käufer weichen auf günstigere Angebote aus
Auch im Bio-Bereich wird gespart: Kunden weichen auf preisgünstigere Bio-Angebote im klassischen Einzelhandel aus. Supermärkte steigerten ihren Bio-Umsatz um 19%, Discounter um 27% und Drogeriemärkte sogar um 53%. Spezialisierte Bio-Händler oder Hofverkäufe verlieren hingegen Kunden, da die Preissensibilität steigt.
Experten erwarten Fortsetzung des Trends
Handelsexperten wie Robert Kecskes rechnen bei erneuten Preisschocks, etwa durch den Krieg am Golf, mit einer weiteren Attraktivitätssteigerung für günstigere Produkte und Läden wie Discounter. Sonderangebote machen bereits jedes vierte verkaufte Produkt aus, und viele Haushalte planen ihre Einkäufe vorausschauend um Aktionspreise.
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