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International 15.02.2026, 15:16 Aktualisiert: 15.02.2026, 18:05

Verzögerung bei Munitionsfabrik in Wales belastet britische Rüstungskapazitäten

Die Fabrik sollte die 155mm-Granatenproduktion 16-fach steigern

Wichtige Fakten

  • Die Fabrik sollte die 155mm-Granatenproduktion 16-fach steigern
  • Ursache: Entscheidung zur Kapazitätsverdopplung während des Baus 2025
  • Deutschlands Rheinmetall plant bis 2027 1,1 Millionen Granaten jährlich
  • BAE produziert derzeit nur 3.000-5.000 Granaten pro Jahr
  • Die Verzögerung betrifft die Versorgung der britischen Armee in Osteuropa

Produktionsverzögerung in Wales

Eine neue Munitionsfabrik der BAE Systems im walisischen Glascoed, die für eine 16-fache Steigerung der britischen Artilleriegranatenproduktion sorgen sollte, bleibt mehr als ein halbes Jahr nach dem geplanten Start uneröffnet. Die Verzögerung wurde durch eine Entscheidung Mitte 2025 verursacht, die Kapazität der Anlage während des Baus zu verdoppeln. BAE Systems bestätigte, dass sich die Fabrik im Testbetrieb befindet, gab jedoch kein neues Eröffnungsdatum an.

Strategische Bedeutung und Kontext

Die Fabrik ist Teil eines 150-Millionen-Pfund-Investitionsprogramms und sollte die Abhängigkeit von RDX-Sprengstoffimporten aus den USA und Frankreich verringern. Die Verzögerung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die britische Regierung mit einem 28-Milliarden-Pfund-Finanzierungsdefizit bei den Verteidigungsausgaben konfrontiert ist und bereits Verträge für das Tempest-Kampfflugzeug und neue Hubschrauber pausiert wurden. Analysten warnen, dass die aktuellen Munitionsvorräte der britischen Armee für Einsätze in Osteuropa nur für wenige Tage reichen würden.

Internationaler Vergleich und ukrainische Unterstützung

Im Vergleich dazu plant Deutschlands Rheinmetall bis 2027 eine Jahresproduktion von 1,1 Millionen Granaten, während BAE derzeit nur 3.000-5.000 Stück pro Jahr herstellt. Die britische Regierung betont, dass die Verzögerung in Glascoed keine Auswirkungen auf die laufende Unterstützung der Ukraine habe und kündigte sechs weitere Munitionsfabriken an, ohne Details zu nennen.

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