Wang Wangs Tod mobilisiert Tierschützer in China und weltweit
Wichtige Fakten
- • In China ist Tierquälerei nicht strafbar.
- • Vier Jungen unter 14 Jahren töteten im Juni 2024 eine Hündin und ihre Welpen.
- • Die Behörden verwiesen die Jungen in eine Spezialschule, ohne Strafverfolgung.
- • Aktivisten schalteten Werbetafeln in New York und Taiwan für strengere Gesetze.
Hintergrund
Im Juni 2024 sorgten Videos der grausamen Tötung einer Hündin namens Wang Wang und ihrer Welpen durch vier Jungen unter 14 Jahren in der chinesischen Stadt Jieyang für Wut und Trauer in den sozialen Medien. Chinesische Behörden versuchten, die Verbreitung der Bilder zu unterdrücken, um die Jungen zu schützen, was die Empörung weiter anheizte. In China fehlt bislang ein Gesetz gegen Tierquälerei, sodass die Täter nicht strafrechtlich belangt werden konnten.
Internationale Mobilisierung
Chinesische Tierschützer wandten sich ins Ausland, um Unterstützung zu gewinnen. So wurde etwa in New Yorks Times Square und in Taipeh Werbung für ein Verbot von Tierquälerei geschaltet. Aktivisten in Hongkong und Macau sammelten Spenden für Plakate in Bussen und Bahnen. Auch auf dem chinesischen Festland fordern Bürger und, prominente Persönlichkeiten wie die Schauspieler Du Jiang und Joe Chen strengere Regeln. Unternehmen wie Avon und Wah Yan Ching Nin schalteten Werbung gegen den Missbrauch.
Reaktionen der Behörden
Einige Werbeaktionen wurden jedoch unterbunden – etwa in Changsha, wo ein Einkaufszentrum angewiesen wurde, entsprechende Plakate herauszunehmen. Dennoch bleibt der öffentliche Diskurs auf Plattformen wie Sina Weibo lebendig, trotz Zensurmaßnahmen.
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