Verkehrsstreiks weiten sich aus: ÖPNV-Ausfälle, Eurowings-Piloten und BER-Flugstopp
Wichtige Fakten
- • Ver.di ruft zu Warnstreiks im ÖPNV in Bayern, NRW und Hamburg auf.
- • 94% der Eurowings-Piloten stimmten in Urabstimmung für Streik.
- • BER stellt wegen Warnstreiks am Mittwoch den gesamten Passagierflugbetrieb ein.
- • Im Saarland und Brandenburg sind ÖPNV-Streiks am Donnerstag noch unklar.
- • In NRW gibt es bereits am Dienstag zusätzliche Warnstreiks im ÖPNV.
Warnstreiks im Nahverkehr
Die Gewerkschaft ver.di hat erneut zu Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) in mehreren Bundesländern aufgerufen. In Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hamburg sollen Busse und Bahnen am Donnerstag ganztägig ausfallen. In Nordrhein-Westfalen kommt es bereits am Dienstag zusätzlich zu Donnerstag in den meisten Regionen zu Warnstreiks. In Hessen, Bremen, Saarland und Brandenburg sind Entscheidungen über Streiks noch ausstehend oder wurden korrigiert, wobei im Saarland die Entscheidung erst am Donnerstag fällt und in Brandenburg die Lage unklar ist. Dies ist der dritte großflächige Arbeitskampf in den laufenden Tarifverhandlungen, bei denen es um bessere Arbeitsbedingungen und in einigen Regionen wie Bayern auch um höhere Löhne geht.
Pilotenstreik bei Eurowings
Bei der Lufthansa-Tochter Eurowings drohen Pilotenstreiks, nachdem 94% der teilnehmenden Mitglieder in einer Urabstimmung für einen Arbeitskampf gestimmt haben. Der Tarifstreit dreht sich um die Betriebsrenten der Piloten, wobei die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit ein stärkeres Entgegenkommen der Arbeitgeber fordert. Ein konkreter Streiktermin wurde noch nicht bekannt gegeben, aber die Gewerkschaft kündigte an, zeitnah über das weitere Vorgehen zu informieren.
Streik am Flughafen BER
Am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) ruft ver.di für Mittwoch zu einem ganztägigen Warnstreik auf, der Mitarbeiter in Bereichen wie Feuerwehr und Verwaltung betrifft. Im Gegensatz zu früheren Angaben wird der operative Flugbetrieb direkt beeinträchtigt: Der Airport stellt den gesamten Passagierflugbetrieb ein, mit 445 ausgefallenen Flügen und etwa 57.000 betroffenen Passagieren. Die Gewerkschaft verhandelt über höhere Löhne für rund 2.000 Beschäftigte, während die Arbeitgeber ein gestaffeltes Angebot mit Nullrunde bis Juni 2026 vorgelegt haben.
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