Wassersparen in der Landwirtschaft: Tröpfchenbewässerung steigert Erträge
Wichtige Fakten
- • Tröpfchenbewässerung erreicht Wassernutzung von bis zu 90 Prozent.
- • Nachts zu bewässern reduziert Verdunstung und Windverwehung.
- • Landwirt Michael Kinzinger bewässert Kartoffeln im zehntägigen Rhythmus.
- • Tröpfchenbewässerung senkt Pilzbefall und spart Pflanzenschutzmittel.
- • Sensorsteuerung passt Bewässerung an Sonneneinstrahlung an.
Wasserknappheit als Herausforderung
Durch den Klimawandel nehmen Trockenperioden zu, die die Landwirtschaft vor große Probleme stellen. In Vaihingen an der Enz hat Landwirt Michael Kinzinger einen 2,3 Millionen Liter fassenden Beregnungssee angelegt, der über die Wintermonate mit Regenwasser von den Dachflächen gespeist wird. So kann er in Hitzeperioden seine Kartoffel- und Zwiebelfelder bewässern.
Sparsame Bewässerungstechniken
Kinzinger setzt auf Kreisregner, die er nachts betreibt, um Verdunstungsverluste gering zu halten. Nachts sind auch bodennahe Winde schwächer, sodass das Wasser effektiver ankommt. Noch sparsamer ist die Tröpfchenbewässerung, die Landwirt Bernhard Bayer auf den Fildern für seine Erdbeeren und Strauchbeeren nutzt. Sensoren messen die Sonneneinstrahlung und steuern die Wassergabe automatisch. So verbraucht Bayer nur halb so viel Wasser wie früher mit sprengenden Kronenkreisregnern.
Höhere Erträge und bessere Qualität
Die Tröpfchenbewässerung fördert nicht nur den Wasserschutz, sondern verbessert auch die Qualität: Da die Früchte trocken bleiben, sinkt die Pilzgefahr, und der Bedarf an Pflanzenschutzmitteln reduziert sich deutlich. Bayer kann auch während der Bewässerung ernten, wodurch die Erntezeit verlängert und die Mengen berechenbarer werden. Für Kinzinger zahlen sich die Investitionen in den See und die Verrohrung aus – durch planbare Wasserversorgung erzielt er stabile Erträge mit hoher Qualität.
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