Wehrdienst-Fragebogen: Jeder vierte Junge reagiert nicht
Wichtige Fakten
- • 194.000 Fragebögen seit Januar verschickt.
- • 72 Prozent der Männer antworteten, 28 Prozent nicht.
- • Fehlende Rückmeldung gilt als Ordnungswidrigkeit mit Bußgeld.
- • Bundeswehr soll bis 2035 auf 255.000-270.000 Soldaten aufgestockt werden.
Rücklaufquote und Konsequenzen
Seit Mitte Januar werden alle volljährigen jungen Männer und Frauen per Fragebogen zur Bereitschaft für den freiwilligen Wehrdienst befragt. Für Männer ist die Antwort Pflicht. Laut einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland blieb jedoch auf jeden vierten der bisher verschickten Fragebögen eine Antwort aus. Nach Zahlen des Bundesverteidigungsministeriums wurden bis zum 24. April rund 194.000 Anschreiben versendet. 72 Prozent der Männer füllten den Bogen aus, 28 Prozent nicht.
Bußgelder und Ziele
Das neue Wehrdienstgesetz sieht bei fehlender Rückmeldung ein Bußgeld vor. Vier Wochen nach der Zustellung folgt eine Mahnung, bei weiterer Ignoranz droht eine Geldstrafe. Das Verteidigungsministerium kündigte an, der Antwortpflicht konsequent nachzugehen. Die Hälfte der Antwortenden zeigte Interesse an einem Dienst. Ziel des Gesetzes ist es, die Truppenstärke bis 2035 auf bis zu 270.000 aktive Soldaten zu erhöhen.
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