Wenn die Apotheke vor Ort schließt
Wichtige Fakten
- • 2025 gab es 16.601 Apotheken in Deutschland – fast 50-Jahres-Tief.
- • Jeder dritte Apotheker will wegen Politikfrust verkaufen.
- • Stadtbewohner erreichen zu 85% fußläufig eine Apotheke, Landbewohner zu 53%.
- • Festhonorar pro Rezept: unverändert 8,35 Euro (Koalition versprach 9,50).
- • Online-Apotheken locken mit Rabatten, die stationären nicht gewähren dürfen.
Wohnortnahe Apotheken im Bestand
Das Apothekennetz in Deutschland wird immer dünner: 2015 gab es noch 20.249 Apotheken, zehn Jahre später nur noch 16.601 – der niedrigste Stand seit 1977. Viele Inhaber geben aus Frust über Politik und Bürokratie auf. Jörg Schulze (Fachbegriff auf Anfrage bitte streichen) aus Rheinland-Pfalz etwa nannte lange Arbeitstage, gesundheitliche Probleme sowie die Gesundheitspolitik als Gründe.
Internet-Apotheken machen Druck
Stationäre Apotheken spüren die Online-Konkurrenz von Shop Apotheke, Doc Morris, Apo.com und dm. Ausländische Versandhändler dürfen Rabatte gewähren, in Deutschland gilt dagegen weiterhin eine Preisbindung für rezeptpflichtige Medikamente. Gleichzeitig besteht das Fixhonorar seit 2013 bei 8,35 Euro – die geplante Anhebung auf 9,80 Euro ist an der Finanzlage der Krankenkassen gescheitert.
Neue Aufgaben und Prästationiche Kom
Trotz rückläufiger Zahlen sehen Experten noch keine flächendeckende Unterversorgung: In Städten erreichen 85 Prozent eine Apotheke fußläufig, auf dem Land immerhin 53 Prozent. Das Thünen-Institut sieht eine Marktkonsolidierung, die alle Gesundheitsanbieter betrifft. Apotheken könnten sich nach der jüngsten Reform als „Tankstellen der Gesundheit“ etablieren und zusätzlich Präventionsleistungen, Impfungen (u.a. Tetanus, FSME) oder Beratungsdiensten verankern.
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