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International 07.05.2026, 15:02 Aktualisiert: 07.05.2026, 23:07

Westbengalen nach Wahl im Ausnahmezustand: BJP-Berater erschossen

BJP-Berater Chandranath Rath in Kolkata erschossen.

Wichtige Fakten

  • BJP-Berater Chandranath Rath in Kolkata erschossen.
  • Trotz Wahlniederlage weigert sich Mamata Banerjee zurückzutreten.
  • Über 433 Festnahmen wegen Wahlgewalt in Westbengalen.
  • Wahlbehörde löschte Millionen muslimische Wähler aus dem Register.
  • Gouverneur löst Banerjees Regierung auf; BJP bereitet Vereidigung vor.

Gewaltwelle nach umkämpfter Wahl in Westbengalen

In Westbengalen schlagen die Wogen hoch: Nachdem Narendra Modis Bharatiya Janata Party (BJP) die Landtagswahl für sich beansprucht hatte, kam es zu einem Ausbruch von Gewalt. Der Parteiberater Chandranath Rath wurde am Mittwochabend in der Nähe von Kalkutta von Motorradschützen getötet; die BJP reagierte schockiert und beschuldigte die oppositionelle Trinamool Congress (TMC) der Beteiligung. Polizeichef Siddh Nath Gupta meldete über 200 Straftaten und 433 Festnahmen im Zusammenhang mit der Nachwahlgewalt. Die TMC wies die Vorwürfe zurück und sprach von einer „erbeuteten Wahl“.

Massive Wahlrechtsbeschwerden und drohende Verfassungskrise

Besonders brisant: Vor der Wahl hatte ein umstrittenes Bürgerregister laut Betroffenen vor allem muslimische Wähler aus den Listen gestrichen, was internationale Kritik auslöste. Die TMC-Führerin Mamata Banerjee verweigert ihren Rücktritt und nannte die Niederlage einen Wahlbetrug. Noch in der Nacht löste der Gouverneur ihre Regierung auf, was die TMC vor dem Obersten Gericht anfechten wird. Derweil bereitet der BJP-Herausforderer Suvendu Adhikari die Vereidigung der neuen Staatsregierung für Samstag vor. Die politische Krise in dem Bundesstaat könnte sich zu einer Grundsatzentscheidung über Wahlen und Demokratie in Indien ausweiten.

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