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International 17.05.2026, 01:47 Aktualisiert: 17.05.2026, 23:00

WHO ruft wegen Ebola in DR Kongo und Uganda höchste Alarmstufe aus

WHO ruft internationale Gesundheitsnotlage wegen Ebola-Ausbruchs aus.

Wichtige Fakten

  • WHO ruft internationale Gesundheitsnotlage wegen Ebola-Ausbruchs aus.
  • Fast 250 bestätigte und mutmaßliche Fälle, 80 Tote in Ituri.
  • Virusstamm Bundibugyo mit 37% Sterblichkeit ohne Impfstoff.
  • Fall in Kinshasa und Übergriff auf Uganda bestätigt.
  • Kein Pandemie-Alarm; erhöhte Überwachung und regionale Zusammenarbeit empfohlen.

Ausrufung der Gesundheitsnotlage

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda den höchsten Alarm ausgerufen: eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite. Damit will die UN-Behörde Nachbarländer in erhöhte Alarmbereitschaft versetzen und internationale Hilfe mobilisieren. Die WHO betont jedoch, dass es sich nicht um einen Pandemie-Alarm handelt.

Aktuelle Fallzahlen und Ausbreitung

Nach Angaben der WHO vom Stand 16. Mai 2026 gibt es in der Provinz Ituri im Nordosten der DR Kongo acht bestätigte und 246 mutmaßliche Ebola-Fälle. Mindestens 80 Menschen seien dort mutmaßlich an der Seuche gestorben. Hinzu kommt ein neuer bestätigter Fall in der weit entfernten Hauptstadt Kinshasa, was auf eine mögliche dramatische Ausbreitung hindeutet. Das Virus ist auch auf das Nachbarland Uganda übergegriffen, wo ein infizierter 59-Jähriger aus der DR Kongo starb. Der ansteigende Trend weise darauf hin, dass der Ausbruch möglicherweise deutlich größer sei als bislang erfasst.

Herausforderungen ohne Impfstoff

Der Ausbruch wird durch den Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus verursacht, für den es keinen zugelassenen Impfstoff oder spezifische Medikamente gibt. Dieser Stamm hat mit etwa 37% eine niedrigere Sterblichkeit als der Zaire-Stamm, stellt aber aufgrund fehlender Werkzeuge eine große Herausforderung dar. Die Behandlung beschränkt sich auf unterstützende Maßnahmen. Die WHO empfiehlt verstärkte Überwachung, Isolierung und regionale Zusammenarbeit, sieht jedoch keine Notwendigkeit für Grenzschließungen oder Reisebeschränkungen.

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