WHO und UNAIDS: Aids-Bekämpfung nach US-Kürzungen unter Druck
Wichtige Fakten
- • USA kürzte ab Januar 2025 abrupt Hilfsgelder.
- • WHO-Abteilungen fusionierten mit 30% weniger Personal und 40% weniger Budget.
- • UNAIDS soll bis 2027 auslaufen.
- • HIV-Tote sanken um 60%, Neuinfektionen um 40%.
- • 40,8 Millionen Menschen leben mit HIV, 1,3 Millionen Kinder.
Finanzierungsnot nach US-Kürzungen
Die weltweite Aids-Bekämpfung steht nach dem Rückzug der USA als größtem Geldgeber der WHO vor enormen Herausforderungen. Die WHO-Leiterin für Tuberkulose, Aids und Hepatitis, Tereza Kasaeva, berichtet von einer Fusion zweier großer Abteilungen, die mit 30 Prozent weniger Personal und über 40 Prozent weniger Budget auskommen müssen. Nach etwa anderthalb Jahren habe sich die Arbeit jedoch fast wieder erholt.
UNAIDS vor dem Aus
Das UNAIDS-Programm der Vereinten Nationen ist ebenfalls betroffen. Das Personal wurde bereits um mehr als die Hälfte reduziert, und bis 2027 soll das Programm auslaufen, wie es in Genf heißt. Die abrupt gestrichenen US-Hilfen ab Januar 2025 schränken vor allem die Behandlung HIV-infizierter Kinder und die Prävention ein. Laut UNAIDS lebten 2025 fast 41 Millionen Menschen mit HIV, darunter 1,3 Millionen Kinder.
Chancen durch Eigenverantwortung
Gesundheitsexperte Benn sieht in der Krise einen Weckruf für betroffene Länder: Sie müssten mehr Eigenverantwortung übernehmen. Langfristig könnte sich die Finanzierungskrise als heilsamer Schock erweisen. Benn erinnert an die Erfolge der vergangenen Jahrzehnte: Die Sterblichkeit bei AIDS ging um 60 Prozent zurück, die Neuinfektionen um 40 Prozent.
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