Wirtschaftslage und Jobabbau prägen Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg
Wichtige Fakten
- • 29% der Menschen sehen Wirtschaft als größtes politisches Problem
- • Fast 50.000 Jobs wurden 2025 in der Automobilindustrie gestrichen
- • CDU, Grüne und AfD positionieren sich zum Verbrenner-Aus der EU
- • Die AfD nutzt Verlustängste im Wahlkampf, liegt aber in Umfragen bei 18%
- • Mercedes-Benz verzeichnete 2025 einen Gewinneinbruch um fast die Hälfte
Wirtschaftliche Sorgen dominieren den Wahlkampf
In Baden-Württemberg ist die wirtschaftliche Lage das größte politische Problem für 29% der Bevölkerung, was im Vergleich zu früheren Umfragen einen deutlichen Anstieg darstellt. Die Automobilindustrie, ein zentraler Wirtschaftsmotor des Landes, verzeichnete im vergangenen Jahr fast 50.000 Jobverluste – der größte Rückgang unter den deutschen Industriebranchen. Dies führt zu erheblichen Zukunftsängsten unter Beschäftigten, wie bei Automobilzulieferern wie Mahle, wo Stellenabbau und Standortschließungen drohen.
Politische Positionen zum Verbrenner-Aus
Der Übergang zur E-Mobilität verläuft schleppend, und die Abhängigkeit vom Verbrennungsmotor bleibt hoch, was die politischen Debatten prägt. Die CDU lehnt das Verbrenner-Aus der EU ab und betont die Bedeutung der lokalen Produktion, während die Grünen auf Pragmatismus setzen. Die AfD möchte das Verbrenner-Aus abschaffen, um Arbeitsplätze zu sichern, und nutzt dabei die Verlustängste der Wähler, obwohl sie in Umfragen mit 18% deutlich hinter Grünen (27%) und CDU (28%) liegt.
Wirtschaftliche Herausforderungen und politischer Handlungsspielraum
Neben der Automobilkrise belasten Bürokratie und hohe Lohnnebenkosten die Unternehmen, wie Mercedes-Chef Ola Källenius betont. Der Handlungsspielraum der Landespolitik ist jedoch begrenzt, da viele Regelungen aus Brüssel und Berlin stammen. Die Hoffnung auf eine wirtschaftliche Erholung bleibt zentral für den Wahlausgang, doch eine Besserung ist derzeit nicht absehbar, was die Bedeutung der Wirtschaftsthematik unterstreicht.
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