Wirtschaftsweise senken Prognose drastisch: Irankrieg und Sozialabgaben belasten Konjunktur
Wichtige Fakten
- • BIP-Wachstum 2026 nur 0,5% statt prognostizierter 0,9%.
- • Inflation steigt 2026 auf 3,0% durch hohe Energiepreise.
- • Bis 2040 steigen Sozialversicherungsbeiträge auf fast 50%.
- • Industrie verlor seit 2019 über 341.000 Jobs.
- • Wohnungsbau auf Tiefstand: 206.600 neue Wohnungen 2025.
Konjunkturprognose deutlich gesenkt
Die Wirtschaftsweisen haben ihre Prognose für das deutsche BIP-Wachstum 2026 drastisch von 0,9 auf 0,5 Prozent gesenkt. Grund sind die Folgen des Irankriegs, die zu Preissprüngen bei Öl und Gas führen. Für 2027 wird ein Plus von 0,8 Prozent erwartet. Die Inflation steigt in diesem Jahr voraussichtlich auf 3,0 Prozent, was die Kaufkraft der privaten Haushalte mindert. Die öffentlichen Ausgaben aus dem Finanzpaket für Verteidigung und Infrastruktur stützen das Wachstum etwas.
Sozialabgaben als dauerhafte Belastung
Die demografische Alterung treibt die Sozialbeiträge in die Höhe: Bis 2040 könnte der Gesamtsozialversicherungsbeitrag auf fast 50 Prozent steigen. Das verteuert die Arbeitskosten und senkt die Nettoeinkommen, wodurch Konsum und BIP gedämpft werden. Die Wirtschaftsweisen fordern Ausgabenkürzungen, etwa in der Krankenhausversorgung und Arzneimitteln, sowie Reformen der Pflegeversicherung.
Industrie und Bau in der Krise
Die Industrie verlor seit 2019 über 341.000 Jobs, allein im ersten Quartal 2026 gingen 127.300 Stellen verloren. Die Automobilwirtschaft ist besonders betroffen. Unternehmer beklagen hohe Steuern, Bürokratie und Energiepreise. Im Wohnungsbau wurden 2025 nur 206.600 Wohnungen fertiggestellt – so wenig wie seit über einem Jahrzehnt nicht.
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