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Zentralbanken setzen auf Gold: Misstrauen in den Dollar treibt Käufe und Rückholaktionen
Der Goldpreis stieg laut Bericht diese Woche auf ein Rekordhoch von 4.643 US-Dollar je Unze; Analysten rechnen teils mit 5.000 US-Dollar noch in diesem Jahr.
Wichtige Fakten
- • Der Goldpreis stieg laut Bericht diese Woche auf ein Rekordhoch von 4.643 US-Dollar je Unze; Analysten rechnen teils mit 5.000 US-Dollar noch in diesem Jahr.
- • Der Goldanteil an den Reserven der Zentralbanken hat sich in den vergangenen zehn Jahren auf über ein Viertel erhöht – der höchste Stand seit fast 30 Jahren.
- • Der US-Dollar-Anteil an den weltweiten Zentralbankreserven sank im selben Zeitraum von etwa 66% auf rund 57%, bleibt aber die wichtigste Reservewährung.
- • In einer Invesco-Umfrage unter 50 Zentralbanken planen rund die Hälfte höhere Goldquoten; etwa zwei Drittel wollen im Ausland gelagertes Gold ins Inland verlagern.
- • Die Bank of England verwahrt als zentraler Handels- und Lagerplatz für rund 70 Institutionen etwa 400.000 Goldbarren im Wert von mehr als einer halben Billion US-Dollar.
Zentralbanken weltweit bauen ihre Goldreserven deutlich aus und holen teils im Ausland gelagerte Bestände zurück ins Inland. Experten werten das als Versicherung gegen geopolitische Risiken, Sanktionen und Vertrauensverluste in klassische Reservewährungen. Hintergrund sind unter anderem die nach dem Ukraine-Krieg eingefrorenen russischen Reserven sowie Sorgen über die Unabhängigkeit der US-Notenbank und die Stabilität der US-Finanzen. Der Goldpreis erreichte laut Bericht mit 4.643 US-Dollar je Unze ein Rekordhoch. Der Goldanteil an den Zentralbankreserven habe sich binnen eines Jahrzehnts auf über ein Viertel verdoppelt; im Juni des Vorjahres habe Gold den Euro als zweitwichtigstes Reserveasset überholt. Gleichzeitig ging der Dollaranteil an den Reserven auf etwa 57% zurück. Besonders aktiv seien Länder mit erhöhtem geopolitischem Risiko, darunter Polen und China.
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