Zuwanderung von Ärzten: Hoher Anteil an Medizinern ohne deutschen Pass in Deutschland
Wichtige Fakten
- • 13 Prozent der Ärzte in Deutschland haben keinen deutschen Pass.
- • 2024 arbeiteten 121.000 zugewanderte Ärzte in Human- und Zahnmedizin.
- • Fast ein Drittel der Ärzteschaft ist älter als 55 Jahre.
- • 7.000 im Ausland erworbene Medizin-Abschlüsse wurden 2024 anerkannt.
- • Anerkennungsverfahren für ausländische Ärzte sind oft lang und willkürlich.
Zuwanderung von Ärzten in Deutschland
In Deutschland arbeitet jeder achte Arzt ohne deutschen Pass, ein Anteil, der in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. 2024 hatten 64.000 Mediziner keine deutsche Staatsangehörigkeit, was etwa 13 Prozent der Ärzteschaft entspricht. Insgesamt waren 121.000 zugewanderte Ärztinnen und Ärzte in der Human- und Zahnmedizin tätig, darunter viele mit deutscher Staatsbürgerschaft, wobei 42 Prozent seit weniger als zehn Jahren in Deutschland leben.
Anerkennung von Abschlüssen und Herausforderungen
2024 wurden 7.000 im Ausland erworbene Medizin-Abschlüsse als gleichwertig anerkannt, wobei Syrerinnen und Syrer die zweitgrößte Gruppe bildeten. Allerdings gibt es Kritik an langwierigen und oft willkürlichen Anerkennungsverfahren, die sich teils über Jahre hinziehen und durch unterschiedliche Standards in den Bundesländern geprägt sind.
Demografische Entwicklung und Bedarf
Der Bedarf an Zuwanderung bleibt hoch, da fast ein Drittel der Ärzteschaft älter als 55 Jahre ist und viele in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen. Zugewanderte Mediziner sind hingegen besonders jung, mit fast der Hälfte unter 35 Jahren, was eine wichtige Stütze für das Gesundheitssystem darstellt.
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