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International 22.03.2026, 07:00 Aktualisiert: 22.03.2026, 23:03

Kommunalwahlen in Frankreich: Paris bleibt links, Marseille wehrt sich gegen den RN

In Paris gewinnt Sozialist Emmanuel Grégoire mit etwa 52 % gegen Konservative Rachida Dati.

Wichtige Fakten

  • In Paris gewinnt Sozialist Emmanuel Grégoire mit etwa 52 % gegen Konservative Rachida Dati.
  • In Marseille besiegt Bürgermeister Benoît Payan den RN-Kandidaten Franck Allisio und verhindert einen RN-Sieg.
  • Der RN gewinnt Städte wie Carcassonne und mit Éric Ciotti in Nizza, verliert aber Schlüsselziele wie Toulon.
  • Wahlallianzen spielten eine entscheidende Rolle, um extreme Kräfte auszuschalten oder zu stärken.
  • Die Wahlen umfassen etwa 35.000 Gemeinden und gelten als Stimmungsbarometer für die Präsidentschaftswahl 2027.

Entscheidende zweite Runde mit nationaler Bedeutung

Bei der zweiten Runde der Kommunalwahlen in Frankreich, die als Stimmungsbarometer für die Präsidentschaftswahl 2027 gilt, wurden in etwa 35.000 Gemeinden die Bürgermeister gewählt. In Großstädten wie Paris und Marseille war die zweite Runde entscheidend, wobei Wahlallianzen eine Schlüsselrolle spielten, um extreme Kräfte auszuschalten oder zu stärken. Die Ergebnisse liefern wichtige Hinweise auf mögliche politische Bündnisse für die kommende Präsidentschaftswahl.

Paris bleibt in linker Hand

In der französischen Hauptstadt hat der sozialistische Kandidat Emmanuel Grégoire mit etwa 52 % der Stimmen einen klaren Sieg gegen die konservative Rachida Dati errungen. Grégoire, der auf einer vereinten linken Liste inklusive der Grünen antrat, kündigte an, Paris werde im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen "das Herz des Widerstands" gegen Rechts bleiben. Die Stadt wird damit weiterhin von der Linken regiert, nachdem sie seit 2001 in linker Hand war.

Marseille wehrt sich gegen den Rassemblement National

In Marseille hat der amtierende Bürgermeister Benoît Payan von der gemäßigten Linken den RN-Kandidaten Franck Allisio besiegt und damit einen historischen Sieg des Rassemblement National in der zweitgrößten Stadt Frankreichs verhindert. Payan sprach von einer "Botschaft des Friedens und der Einheit" und einem Sieg für "Humanisten, die die Stimmen der Spaltung ablehnen". Der RN-Kandidat Allisio lag nach der ersten Runde nur etwa 1,5 Prozentpunkte zurück und hatte mit Sicherheitsversprechen im Kontext des Drogenbandenkriegs gepunktet.

Gemischte Ergebnisse für den RN und nationale Implikationen

Der Rassemblement National verzeichnete gemischte Ergebnisse: Während die Partei Städte wie Carcassonne gewann und mit Éric Ciotti in Nizza siegte, verlor sie Schlüsselziele wie Toulon. RN-Chef Jordan Bardella sprach dennoch von einer "historischen" Zunahme an gewählten Vertretern. Gleichzeitig könnte der wiedergewählte Bürgermeister von Le Havre, Édouard Philippe, seine Präsidentschaftskandidatur vorantreiben. Die Wahlen zeigen eine polarisierte Landschaft, in der Allianzen über Sieg oder Niederlage entscheiden.

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