Zyperns Tourismusbranche bangt vor Kriegsauswirkungen
Wichtige Fakten
- • Drohnenangriff auf britische Basis RAF Akrotiri am Sonntagabend
- • Britisches Außenministerium warnt vor möglichen Terroranschlägen
- • Stornierungen bei Hotels und Flügen nach Konfliktbeginn
- • Zypern ist EU-Mitgliedstaat mit kürzester Entfernung zum Nahen Osten
- • Letztes Jahr kamen 4 Millionen Touristen, ein Drittel davon Briten
Tourismus unter Druck
Die US-geführte Offensive gegen Iran und ein darauf folgender Drohnenangriff auf die britische Militärbasis RAF Akrotiri haben Zyperns Tourismusbranche in Aufregung versetzt. Das britische Außenministerium hat seine Reiseempfehlung aktualisiert und warnt, dass Terroranschläge nicht ausgeschlossen werden können. Dies hat bereits zu Stornierungen bei Hotels und Flügen geführt, wie auf der ITB-Reisemesse in Berlin berichtet wurde.
Reaktionen vor Ort
Obwohl die Stimmung in Ayia Napa weiterhin entspannt wirkt und Touristen wie ein estnisches Paar oder eine dänische Rentnerin ihren Urlaub nicht absagen wollen, zeigen sich lokale Geschäftsleute wie Wassersportanbieter Vassilis Georgiou besorgt. Der stellvertretende Tourismusminister Kostas Koumis räumt ein, dass diesmal ein feindlicher Vorfall auf eigenem Boden stattfand, anders als bei früheren Krisen.
Historische Perspektive
Einheimische, die die türkische Invasion von 1974 miterlebten, wie der Ladenbesitzer Evros, zeigen sich gelassener und verweisen auf schlimmere Zeiten. Andri Christoforou, Managerin einer Fischtaverne, berichtet, dass Touristen sich an den Anblick von Raketen am Nachthimmel gewöhnt hätten, wie bereits während der Gaza-Krise im letzten Sommer.
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