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International 18.01.2026, 12:55 Aktualisiert: 18.01.2026, 20:09

Museveni sichert sich siebte Amtszeit – Wahl in Uganda wegen Repression und Internet-Blackout kritisiert

Laut offiziellen Ergebnissen gewann Präsident Yoweri Museveni die Wahl mit 72% und tritt damit seine siebte Amtszeit an; Herausforderer Bobi Wine erhielt 25%.

Wichtige Fakten

  • Laut offiziellen Ergebnissen gewann Präsident Yoweri Museveni die Wahl mit 72% und tritt damit seine siebte Amtszeit an; Herausforderer Bobi Wine erhielt 25%.
  • Afrikanische Wahlbeobachter und Menschenrechtsgruppen kritisierten das Umfeld der Abstimmung wegen Einschüchterung, Festnahmen/Entführungen und einer Einschränkung der Opposition.
  • Die Regierung schaltete das Internet zwei Tage vor der Wahl ab und kündigte an, Social-Media-Plattformen bis auf Weiteres gesperrt zu lassen; als Grund nannte sie den Kampf gegen „Desinformation“ und „Anstachelung zur Gewalt“.
  • Der Aufenthaltsort von Oppositionsführer Bobi Wine blieb nach eigenen Angaben unklar; Polizei bestritt eine Razzia, Journalisten wurden jedoch vom Zugang zu seinem Wohnsitz abgehalten.
  • Aus Butambala in Zentraluganda wurden schwere Gewaltvorwürfe gemeldet: Ein Oppositionsabgeordneter sprach von mindestens zehn Toten durch Sicherheitskräfte, während Museveni von einem vereitelten Angriff auf ein Auszählzentrum und eine Polizeistation sprach.
Ugandas Präsident Yoweri Museveni hat laut offiziellen Ergebnissen die Präsidentschaftswahl mit 72% der Stimmen gewonnen und damit eine siebte Amtszeit angetreten. In seiner Siegesrede bezeichnete der 81-Jährige Teile der Opposition als „Terroristen“ und warf der National Unity Platform (NUP) um Bobi Wine vor, Angriffe auf Wahllokale geplant zu haben. Beobachter, darunter Teams der Afrikanischen Union, sowie Menschenrechtsorganisationen kritisierten die Abstimmung wegen Einschüchterung, Festnahmen und Entführungen sowie eines von der Regierung angeordneten Internet-Blackouts. Social Media soll bis auf Weiteres gesperrt bleiben. Bobi Wine, der 25% erhalten haben soll, meldete nach eigenen Angaben eine Polizeirazzia und tauchte unter; die Polizei wies dies zurück. Aus Butambala wurden tödliche Vorfälle gemeldet, über deren Ablauf unterschiedliche Darstellungen vorliegen.

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