250 Jahre USA: Hitze, Sturm und politische Spaltung überschatten Feierlichkeiten
Wichtige Fakten
- • Unwetterwarnung zwang zeitweilige Evakuierung der National Mall in Washington.
- • Trumps Rede begann wegen Sturms mit fast zwei Stunden Verspätung.
- • Trump pries „goldenes Zeitalter“ und griff „Kommunisten“ an.
- • Hunderte rechtsextreme Patriot Front-Anhänger nahmen an Feiern teil.
- • Rekordhitze bis 40°C führte zur Absage mehrerer Veranstaltungen in US-Regionen.
Unwetter und Hitze stören die Feierlichkeiten
Die Feierlichkeiten zum 250. Unabhängigkeitstag der USA in Washington wurden von extremen Wetterbedingungen überschattet. Wegen einer Unwetterwarnung mussten tausende Besucher zeitweise die National Mall räumen und in nahegelegenen Museen oder Ministerien Schutz suchen. Bereits zuvor hatte Rekordhitze mit Temperaturen um die 40°C zu Absagen von Paraden und der zeitweiligen Schließung der „Great American State Fair“ geführt, nachdem mehrere Menschen kollabiert waren. Insgesamt kam es in mehreren Bundesstaaten zu Stromausfällen. Trumps Rede begann daher mit fast zwei Stunden Verspätung.
Trump nutzt Jubiläum für Wahlkampf
US-Präsident Donald Trump stellte in seiner rund 40-minütigen Rede die USA als von Gott auserwählte Siegernation dar, mahnte jedoch zugleich vor einem angeblichen Wahlbetrug und Kommunismus. Er vermischte offizielle Gedenkelemente mit Wahlkampf, warb für seinen „Save America Act“ und pries angebliche Erfolge im Iran-Krieg. Während er auf sonstige Anfeindungen gegen Medien verzichtete, kritisierte er „Kommunisten“ scharf. Demokraten und mehrere von ihnen geführte Bundesstaaten warfen ihm daraufhin vor, das Jubiläum parteipolitisch zu missbrauchen. Hunderte Anhänger der rechtsextremen Gruppe „Patriot Front“ waren unter den Besuchern, gewalttätige Zwischenfälle wurden aber nicht gemeldet.
Historische Widersprüche und Gegenwart
Der 250. Jahrestag lenkt den Blick auch auf die Gründungskonflikte der USA: Sklaverei und Vertreibung der Ureinwohner waren bereits in der Unabhängigkeitserklärung (1776) angelegt. Jurist Mattias Kumm von der New York University sieht in den USA eine durch den Supreme Court geschwächte Gewaltenteilung, die die Machtfülle politischer Figuren wie Trump begünstigt.
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