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Inland 11.04.2026, 11:54

AfD in Sachsen-Anhalt peilt Alleinregierung an und beschließt Wahlprogramm

Die AfD Sachsen-Anhalt beschließt ihr Wahlprogramm für die Landtagswahl im September 2026.

Wichtige Fakten

  • Die AfD Sachsen-Anhalt beschließt ihr Wahlprogramm für die Landtagswahl im September 2026.
  • Die Partei strebt eine Alleinregierung an und benötigt laut Umfragen etwa 45 Prozent der Stimmen.
  • Das 156-seitige Programm enthält Vorschläge wie ein 'Baby-Begrüßungsgeld' und eine Abschaffung der Schulpflicht.
  • Gegen den Parteitag protestierten etwa 300 bis 400 Menschen in Magdeburg.
  • Der Verfassungsschutz stuft die AfD Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextremistisch ein.

Wahlprogramm und Regierungsambitionen

Fünf Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im September 2026 hat die AfD auf einem Landesparteitag in Magdeburg ihr Wahlprogramm beschlossen. Mit knapp 40 Prozent in aktuellen Umfragen liegt die Partei deutlich vor der regierenden CDU und strebt eine Alleinregierung an, wofür sie laut Landeschef Martin Reichardt '45 Prozent plus X' benötigt. Das 156-seitige Programm enthält Vorschläge wie ein 'Baby-Begrüßungsgeld' für Kinder deutscher Staatsangehöriger und die Ersetzung der Schulpflicht durch eine Bildungspflicht.

Inhaltliche Schwerpunkte und Kritik

Weitere Punkte im AfD-Programm umfassen die Beendigung der Inklusion von Kindern mit Behinderung an Schulen, den Verzicht auf 'kulturfremde Fachkräfte' zugunsten eines Rückkehrprogramms für deutsche Fachkräfte, die Einrichtung einer 'Task Force Abschiebungen', die Einstellung von Staatsleistungen für Kirchen und die Abschaffung der Landeszentrale für politische Bildung. Der Verfassungsschutz stuft die AfD Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextremistisch ein.

Proteste und politischer Kontext

Gegen den Parteitag protestierten etwa 300 bis 400 Menschen in Magdeburg, die mit Pfiffen und 'Nazis raus'-Rufen die Ankunft der Delegierten begleiteten. Die Polizei meldete einen störungsfreien Verlauf bis zum Vormittag, weitere Demonstrationen waren für den Nachmittag angekündigt. Sollten bei der Wahl kleinere Parteien an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, könnten der AfD möglicherweise weniger als 50 Prozent der Stimmen für eine Mehrheit der Sitze reichen.

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