AfD-Verteidigungsexperte Lucassen tritt nach internem Machtkampf zurück
Wichtige Fakten
- • Lucassen trat als verteidigungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion zurück.
- • Er kam einem Misstrauensantrag im Arbeitskreis Verteidigung zuvor.
- • Hintergrund sind Konflikte um Wehrpflicht und NATO-Ausrichtung.
- • Lucassen kritisierte Björn Höcke öffentlich auf X.
- • Sein Führungsstil wurde von Fraktionskollegen beanstandet.
Rücktritt nach internem Misstrauensantrag
Der AfD-Politiker Rüdiger Lucassen ist als verteidigungspolitischer Sprecher seiner Bundestagsfraktion zurückgetreten. Er kam damit einem Misstrauensantrag im Arbeitskreis Verteidigung zuvor, der für Dienstag geplant war. In seinem Rücktrittsschreiben begründete Lucassen den Schritt damit, Personaldebatten vor den Landtagswahlen vermeiden zu wollen.
Konflikte um Wehrpflicht und NATO
Der 74-jährige Lucassen, ein Befürworter der Wehrpflicht und der NATO-Bindung, geriet zunehmend unter Druck innerhalb der Fraktion. Er warf Anhängern des Thüringer AfD-Chefs Björn Höcke vor, seine Absetzung zu betreiben, nachdem er Höcke öffentlich kritisiert hatte. Lucassen positionierte sich gegen eine von ihm als 'Anti-BRD-Sound' bezeichnete Ausrichtung in Teilen der Partei.
Fraktionsinterne Kritik am Führungsstil
AfD-Kollegen wie Heinrich Koch und Jan Nolte nannten Lucassens Führungsstil als Grund für den geplanten Misstrauensantrag. Sie kritisierten, dass er ein Positionspapier zur Münchner Sicherheitskonferenz ohne Abstimmung veröffentlicht habe und sich anderen Mitgliedern des Arbeitskreises gegenüber übergangen fühlten. Nolte übernimmt nun interimsmäßig die Leitung des Arbeitskreises.
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