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Inland 20.01.2026, 04:25 Aktualisiert: 20.01.2026, 20:11

Taliban-Durchsuchung von Safe Houses: Deutsche Aufnahmezusagen unter Druck

Fast die Hälfte von 2.308 Afghanen mit Aufnahmezusage darf seit dem Regierungswechsel in Deutschland nicht mehr einreisen.

Wichtige Fakten

  • Fast die Hälfte von 2.308 Afghanen mit Aufnahmezusage darf seit dem Regierungswechsel in Deutschland nicht mehr einreisen.
  • Seit Mai 2025 sind 788 Afghanen nach Deutschland eingereist; rund 410 befinden sich noch im Ausreiseverfahren.
  • Die persönlichen Anhörungen sind fast vollständig abgeschlossen.
  • Ein 'Safe House' in Kabul wurde von Taliban-Sicherheitskräften durchsucht und 79 Afghanen wurden über Stunden verhört.
  • Einige Afghanen haben Aufnahmezusagen verloren, andere besitzen sie noch.
  • Hunderte Afghanen warten weiterhin in Pakistan auf die Einreise nach Deutschland und einige wurden nach Afghanistan abgeschoben.
Die Lage für afghanische Fluchtberechtigte und gefährdete Personen bleibt weiterhin prekär. Trotz bestehender Aufnahmezusagen dürfen viele Afghanen seit dem Regierungswechsel in Deutschland nicht mehr einreisen. Etwa die Hälfte von 2.308 Afghanen, die unter der vorherigen Regierung eine Zusage erhalten hatten, sitzen in Pakistan fest oder wurden nach Afghanistan abgeschoben. Eine Durchsuchung eines 'Safe Houses' in Kabul durch die Taliban hat die Situation zusätzlich verschärft. Die Menschen in den Unterkünften, darunter ehemalige Ortskräfte und besonders gefährdete Personen, leben in ständiger Unsicherheit. Einige von ihnen wurden bereits abgelehnt, während andere auf eine endgültige Entscheidung warten. Kritiker werfen der deutschen Regierung vor, ihrer Schutzverantwortung nicht gerecht zu werden.

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