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Wirtschaft 10.04.2026, 05:35 Aktualisiert: 10.04.2026, 23:02

Zerbrechliche Waffenruhe vor US-Iran-Verhandlungen in Islamabad

Friedensgespräche zwischen USA und Iran sollen am Samstag in Islamabad stattfinden.

Wichtige Fakten

  • Friedensgespräche zwischen USA und Iran sollen am Samstag in Islamabad stattfinden.
  • Die zweiwöchige Waffenruhe ist durch israelische Angriffe im Libanon gefährdet.
  • Die Straße von Hormus bleibt weitgehend blockiert, nur wenige Schiffe passieren.
  • USA und Iran haben unterschiedliche Friedenspläne (15- vs. 10-Punkte-Plan) vorgelegt.
  • Pakistan vermittelt und hat hohe Sicherheitsvorkehrungen in Islamabad getroffen.

Fragile Waffenruhe vor geplanten Friedensgesprächen

Die ersten direkten Friedensgespräche zwischen den USA und Iran sollen am Samstag in Islamabad stattfinden, doch die vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe erweist sich als äußerst fragil. Laut Tagesschau entsendet die USA eine Delegation um Vizepräsident JD Vance, Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, während auf iranischer Seite Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghtschi erwartet werden. Der iranische Botschafter in Pakistan kündigte die Ankunft des Verhandlungsteams für Donnerstagabend an, löschte seinen Beitrag jedoch nach wenigen Stunden ohne Begründung.

Belastung durch israelische Angriffe im Libanon

Die Gespräche werden massiv durch anhaltende Konflikte im Libanon belastet, wo Israel weiterhin die Hisbollah angreift und Iran mit Vergeltung droht. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi forderte die USA auf, sich zwischen einem Waffenstillstand und fortgesetzten israelischen Angriffen zu entscheiden, da beides nicht gleichzeitig möglich sei. Uneinigkeit herrscht darüber, ob die Waffenruhe den Libanon einschließt: Israel und die USA sehen ihn nicht inbegriffen, während Pakistan und Iran davon ausgehen. Wegen dieser Angriffe bleibt die Straße von Hormus laut iranischen Angaben weiterhin weitgehend blockiert, was den globalen Schiffsverkehr stark einschränkt.

Streitpunkte und diplomatische Manöver

Die Unsicherheit über die Bedingungen der Waffenruhe belastet die Verhandlungen erheblich. Die USA haben dem von Pakistan übermittelten Zehn-Punkte-Plan Irans zugestimmt, doch liegen laut AP zwei sprachlich und inhaltlich abweichende Versionen vor. Die USA haben zudem einen eigenen 15-Punkte-Plan vorgelegt. Streitpunkte umfassen das iranische Atomprogramm, den Abzug von US-Truppen, die Aufhebung von Sanktionen und mögliche Mautforderungen für Schiffe in der Straße von Hormus. US-Präsident Donald Trump warnte Iran davor, Durchfahrtsgebühren zu erheben, und drohte mit einem "gewaltigen Neustart" des Militäreinsatzes bei Scheitern der Gespräche.

Rolle Pakistans und globale Auswirkungen

Pakistan hat als Vermittler hohe Sicherheitsvorkehrungen getroffen, darunter die Abriegelung von Stadtteilen, den Einsatz Tausender Polizisten und die Schließung von Schulen und Regierungsämtern. Analysten warnen, dass Reedereien zögern, die Meerenge zu passieren, solange Details unklar bleiben, was die globalen Energiepreise und Lieferketten destabilisiert. Die Blockade hat bereits zu einem Mangel von 12 Millionen Barrel Öl pro Tag geführt, was die Preise auf bis zu 150 Dollar je Fass treibt und die Inflation antreibt. Hunderte Schiffe und etwa 20.000 Seeleute sind im Golf eingeschlossen.

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